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Euer Lieblingsverein im Fußball und in anderen Sportarten
#11
So wie du denkst, denken viele!

Man muss jedoch bedenken: Bei solch geringen Laufleistungen wie in der Formel E, aber großen Akkus ist das alles andere als umweltfreundlich! Es geht nicht nur um die Schadstoffe und die höchst problematische Entsorgung der Akkumulatoren, auch bei der Herstellung wird deutlich mehr CO2 frei, als bei einem regulären Diesel-Fahrzeug während langer Betriebsdauer. Modelle wie der EQC von Mercedes sind erst ab ca. 150.000 km umweltfreundlicher als ein Vergleichsdiesel. Bis zu dieser Laufleistung ist der Akku aber oft schon in schlchtem Zustand und müsste ausgetauscht werden. Die genannte Zahl beruft sich übrigens zu 100% auf Ökostrom, bei unserem heutigen Strommix (insbesondere in anderen Ländern) ist das E-Auto nochmals weitaus dreckiger als der Diesel. Der einzige (für Stuttgart wichtige) Unterschied ist, dass die Emmissionen ausgelagert sind. "Aus den Augen aus dem Sinn" geschieht auch hier, nur ist es leider furhigbar falsch!

(Ich hoffe, ich konnte ein wenig aufräumen. Bei den kurzen Laufleistungen in der Formel E ist das alles noch kritischer- da ist theoretisch der Formel 1 Bolide "ökologischer ist, wenn man das bei diesen Autos überhaupt sagen kann.)
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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#12
(29. 07. 2020, 20:26)Stromabnehmer schrieb: Man muss jedoch bedenken: Bei solch geringen Laufleistungen wie in der Formel E, aber großen Akkus ist das alles andere als umweltfreundlich! Es geht nicht nur um die Schadstoffe und die höchst problematische Entsorgung der Akkumulatoren, auch bei der Herstellung wird deutlich mehr CO2 frei, als bei einem regulären Diesel-Fahrzeug während langer Betriebsdauer. Modelle wie der EQC von Mercedes sind erst ab ca. 150.000 km umweltfreundlicher als ein Vergleichsdiesel.

Für die Formel E mag das eventuell gelten, die 150.000 km im Vergleich mit dem Diesel sind aber aus mehreren Gründen kritisch zu betrachten.
Erstens erreicht fast jeder Diesel höhere Laufleistungen (Unfallwagen ausgenommen), denn bei niedrigeren Laufleistungen würde sich ein Diesel gar nicht lohnen.
Weiterhin basiert diese Rechnung auf den heutigen Zahlen und schließt z.B. die Förderung für das Lithium mit ein. Unberücksichtigt bleibt dabei aber, dass das Lithium nur einmal gefördert werden muss und für die nächste Batteriegeneration aus dem Recycling vorheriger Batterien gewonnen werden wird. Dann fällt zwar noch die Aufbereitung an, aber die muss beim Lithium aus dem Abbau auch durchgeführt werden.
Weiterhin misst sich die Umweltfreundlichkeit nicht nur am CO2, sondern diese Rechnung lässt den Feinstaub und die Stickoxide als weitere Umweltschädigungen außer Betracht.

(29. 07. 2020, 20:26)Stromabnehmer schrieb: "Aus den Augen aus dem Sinn" geschieht auch hier, nur ist es leider furhigbar falsch!

Das hat Du aber mit den weiteren Umweltschädigungen auch getan, indem Du eine Studie nur über das CO2 betrachtet hat. Aber klar, solche Studien bringen immer das, was der Auftraggeber sehen will.

Die Kritik kann man beispielsweise hier nachlesen. Es gibt auch detailliertere Kritiken, aber ich wollte eine als seriös anerkannte Quelle verlinken:
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/e-au...63622.html
Und selbst da wird nur das CO2 angesprochen, nicht die anderen Umweltschädigungen.
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#13
(30. 07. 2020, 10:39)dt8.de schrieb: Unberücksichtigt bleibt dabei aber, dass das Lithium nur einmal gefördert werden muss und für die nächste Batteriegeneration aus dem Recycling vorheriger Batterien gewonnen werden wird.
Ist das mit dem Recycling von Lithium-Ionen Batterien denn überhaupt schon geklärt wie genau das vonstatten gehen soll? Mein letzter Stand war nämlich dass es noch nicht geklärt ist. Und dass man wohl erst aus dem massenhaften Recycling (also in einigen Jahren) die Lehren ziehen wird, anhand derer man künftige Batteriegenerationen dann so bauen wird dass man sie einfacher recyclen kann.

Bzgl. Diesel würde ich ganz einfach die Steuerbegünstigung abbauen, bzw. die Steuer auf Diesel weiter erhöhen. Halt nein, geht ja nicht - nächstes Jahr sind Wahlen ;-)
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#14
(30. 07. 2020, 13:29)A streetcar named desire schrieb:
(30. 07. 2020, 10:39)dt8.de schrieb: Unberücksichtigt bleibt dabei aber, dass das Lithium nur einmal gefördert werden muss und für die nächste Batteriegeneration aus dem Recycling vorheriger Batterien gewonnen werden wird.
Ist das mit dem Recycling von Lithium-Ionen Batterien denn überhaupt schon geklärt wie genau das vonstatten gehen soll? Mein letzter Stand war nämlich dass es noch nicht geklärt ist. Und dass man wohl erst aus dem massenhaften Recycling (also in einigen Jahren) die Lehren ziehen wird, anhand derer man künftige Batteriegenerationen dann so bauen wird dass man sie einfacher recyclen kann.
Es ist bereits heute möglich, nur ist noch nicht klar welches Verfahren sich durchsetzen wird und die Wirtschaftlichkeit fehlt. Man will es eben noch einfacher und kostengünstiger hinbekommen. Momentan ist das Problem wohl vor allem die geringe Menge, die die Verfahren unwirtschaftlich machen, aber das sollte sich ja irgendwann erledigt haben.
Aber schwieriger als der Abbau und die Gewinnung aus Lithium-Erzen (und darauf basiert die CO2-Studie) ist es nicht.
https://www.faz.net/aktuell/technik-moto...54686.html

(30. 07. 2020, 13:29)A streetcar named desire schrieb: Bzgl. Diesel würde ich ganz einfach die Steuerbegünstigung abbauen, bzw. die Steuer auf Diesel weiter erhöhen. Halt nein, geht ja nicht - nächstes Jahr sind Wahlen ;-)
Vollste Zustimmung.
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