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Stadtbahn Ludwigsburg / Markgröningen-Remseck
Neuer Artikel in der heutigen Ausgabe der Ludwigsburger Kreiszeitung:
http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-lu...06875.html
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Ein BRT ist auch nur gleichwertig mit einer Stadtbahn, wenn es um die hohen Baukosten geht. Die Stadt Metz hat für knapp 18km BRT mit zwei Linien 230 Millionen ausgegeben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mettis
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(07. 02. 2017, 01:29)GoaSkin schrieb: Ein BRT ist auch nur gleichwertig mit einer Stadtbahn, wenn es um die hohen Baukosten geht. Die Stadt Metz hat für knapp 18km BRT mit zwei Linien 230 Millionen ausgegeben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mettis

Das Problem ist, dass Mettis wahrscheinlich einen vollwertigen BRT mit nahezu durchgehend eigenen Fahrspuren hat. Ludwigsburg will hingegen nur auf Teilstrecken eigene Fahrspuren um die Kosten zu drücken. Anders lässt es sich nicht erklären, dass mit 25,4 Mio. Euro Aufbaukosten (http://roter-renner.de/no_cache/detail/d...tbahn.html) gerechnet wird - bei ebenfalls etwa 17 - 18 km Strecke und bei sicherlich nicht einfach zu lösenden Problemen. Straßenverbreiterungen in gewachsenen Strukturen mit Grundstückskäufen und dann noch der Umbau einer Bahnstrecke in eine viel breitere Straße. Nichtmal das Doppelte wäre realistisch, außer man fährt halt weitgehend auf vorhandenen Straßen und dann ist es kein BRT mehr. Dazu kommt die Umwidmung der Bahnstrecke und damit womöglich weitaus höhere Kosten für die Genehmigungsverfahren und den Lärmschutz.

Eine Betonfläche ist zudem meiner Ansicht nach weit weniger stadtbildverträglich als Grüngleis. Es gibt also neben der Qaulität für die Fahrgäste durchaus noch andere Argumente gegen den BRT. Es sei denn, man will eben nicht wirklich was verändern und verkauft ein paar Verbesserungen beim Bus über die Bezeichnung "schienenlose Stadtbahn", weil man die richtige Stadtbahn scheut und aus der Sache rauskommen will ohne das Gesicht zu verlieren.
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Hallo zusammen,

heute ein aktueller Artikel aus der LKZ zur Infoveranstaltung von VCD und BUND:
http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-lu...07355.html
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Die Ludwigsburger Kreiszeitung veranstaltete diese Woche einen "Runden Tisch" zum Thema Stadtbahn.
Hier ein Link zu einem Video mit Statements von Beteiligten:
https://www.facebook.com/ludwigsburger.k...S_TIMELINE
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Nach ein paar Tagen sacken der Infos aus der VCD/BUND Veranstalltung zur Niederflurbahn kamen mir zwei genannte Themen immer wieder in den Kopf:

1. Ludwigsburg hat Angst ein eigenes Netz zu betreiben, und fürchtet wohl die nahe Konkurrenz zur SSB.
Bei der Veranstaltung stellte der RNV ihr System vor - erwähnten natürlich, dass Sie als Betreiber nicht in Frage kommen, da sie in ihrer Heimat das Privileg ohne Ausschreibung auskommen nicht verlieren wollen. Sie stellten aber genauso dar, wie Mannheim und Heidelberg zwar zusammen aber dennoch mit eigenen Systemen arbeiten. Mannheim mit Einrichtungs-Fahrzeugen und Heidelberg mit Zweirichtungsfahrzeugen. Möglich ist das letztendlich dort über eine auf den ersten Blick undurchsichtigen Menge von Städtischen Eigenbetrieben organisiert durch eine gemeinsame Dachorganisation. Jede Stadt für sich hat aber ihr eigenen Betrieb und daher müssen sie nicht europaweit ausschreiben.
Warum nimmt man sich das eigentlich nicht als Vorbild lässt sich von ein paar Rechtsanwälten beraten und setzt sich mit der SSB mal zusammen ob man da nicht getrennt aber ohne Konkurrenz zusammenarbeiten kann. So muss man nicht alles doppelt machen - z.B. bietet sich da an gemeinsamer Gleisbau, gemeinsame Leitstelle, gemeinsame Ausbildung, Personalaustausch aber eben dennoch getrennter juristischer Betrieb.

2. Auch die Firma CAF machte ja neben ihren Kompetenzen als Fahrzeugbauer auch Werbung für von ihr organisierte Modelle zur Wartung, auch Bau von ganzen Strecken und sogar Finanzierungsmodelle werden von CAF angeboten. Von daher bietet sich hier doch schon Lösungen an für die offenen Betreibsaufgaben (z.B. Fahrzeug-Wartung) die in oben dargestellten Kooperationsmodell mit der SSB dann übrig bleiben.
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Niederflur hat Oberwasser:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/in...1489603498
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20. März 2032: Ludwigsburger Innenstadt verödet.

In der ehemaligen Ludwigsburger Fußgängerzone schließen die letzten Geschäfte. Häuser verfallen. Da die Stadt kein Geld mehr hat verfallenen die zahlreichen innerstädtischen Tiefgaragen zusehends. Zukünftig wird Parken auf dem schon früher als Parkplatz dienen Arsenalplatz und Marktplatz erlaubt sein.

Ursache dieser Entwicklung ist eine aus heutiger Sicht historische Fehlentscheidung zur Verkehrsentwicklung der Stadtverwaltung unter Leitung des damaligen Oberbürgermeister Spec.

Dieser hat damals dafür gesorgt, dass alle Verkehrsströme an der Ludwigsburger Innenstadt vorbei heraus aus der Stadt geführt wurden. Seit dem die Möglinger und Markgröninger eine direkte Verbindung nach Stuttgart und gar den Schönbuch haben – geben sie Ihr Geld lieber in der Landeshauptstadt aus, selbst für einen WE Ausflug ins Grüne liegt eine Fahrt in den Schönbuch heute naheliegender als ein Ausflug ins Blühende Barock. Nach sinkenden Besucherzahlen wird der Stadt die Unterstützung dieses Gartenprachtstücks einfach zu teuer und keiner will die vertrockneten Beete heute mehr anschauen.

Selbst die damals eingeführten Schnellbusse, damals von OB Spec als „schienenlose Stadtbahn“ bezeichnet, fahren auf in der in der Hindenburg und Leonberger Straße gebauten Betontrasse vorbei am ehemaligen Glanzstück Blühendes Barock. Die damals für die Anbindung der am stärksten wachsenden Wohngebiete bei Remseck, Pattonvill sinnvollste Trasse in der Leonberger- und Hindenburgstraße bewährte sich nicht. Nach den Protesten der direkten Anwohner über die lauten Fahrgeräusche der schnellen Busse in der Stadt war eine gleiche Trasse durch die Wilhelm- und Schorndofer Straße nicht mehr durchzusetzen, so dass seitdem auch die Busse von Oßweil und der Hartenecker Höhe über die Betontrasse in der Hindenburgstraße zwar schnell aber vorbei an der Innenstadt direkt zum Bahnhof donnern.

Leider hatte die die Stadtverwaltung nicht damit gerechnet, dass die Fahrstrecke so schnell verschleißt. Aufgrund der klammen Situation der Stadtkasse (die Einnahmen aus Gewerbesteuer sinken schon seit Jahren, die Einwohnerzahlen sinken gegen den Landestrend seit Jahren – wir berichteten), werden nur noch die schlimmsten Schlaglöcher gestopft und die Attraktivität des heutzutage so wichtigen ÖPNV in Ludwigsburg sinkt immer mehr und hat heute wieder ein qualitatives Niveau erreicht wie in den Zeiten der 70 Jahren, als die Politik noch von der Auto gerechten Stadt träumte. Da hilft auch nicht, dass heute selbstverständlich alle Busse elektrisch fahren. Nachdem einige Linien ausgedünnt wurden wird inzwischen aus Kostengründen die Streichung ganzer Buslinien diskutiert.

Heute hat kaum noch jemand ein eigenes Auto. Entweder man fährt eben mit dem mit dem ÖPNV, der außer in LB überall massiv ausgebaut wurde oder man nutzt eben ein gemietetes Fahrzeug, und kann je nach Bedarf die sinnvollste Motorisierung und Größe auswählen.

Aus heutiger Sicht muss man leider sagen: Ludwigsburg ist das Negativbeispiel schlecht hin, diesen Trend vom persönlichen PKW-Verkehr, als noch fast jeder sein eigenes Fahrzeug besaß, hin zum heute üblichen Mix, aus ÖPNV und Carsharing zu verpassen.
(hk)

LKZ berichtet:
http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Neue-Variante-Teils-Schiene-teils-Bussystem
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Auf der Seite der Stadt LB habe ich soeben Folgendes gefunden:
https://www.ludwigsburg.de/site/Ludwigsb..._Final.pdf

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(20. 03. 2017, 16:09)Stammtram schrieb: https://www.ludwigsburg.de/site/Ludwigsb..._Final.pdf

Beeindruckend sind die Folien 32 (MIV-Nutzung) und 33 (ÖPNV-Nutzung). Der mit Abstand dickste Balken mit 11.000 (PKW-Fahrten) geht von LB-Mitte bis LB-West bei gleichzeitig vergleichsweise minimale Anzahl ÖPNV-Nutzer. Da muss man doch daraus schließen das hier ein riesiger Bedarf besteht. Aber nichts desto trotz steht bereis auf Folie 26 das Zwischenfazit: "Eine Stadtbahn durch die Weststadt ist nicht wirtschaftlich". Diesen Umstand habe ich noch nie - und werde ich nie verstehen.

Auch wenn ich glaube - Ludwigsburg verpasst hier eine riesige Chance ihren eigenen ÖPNV-Zukunft sinnvoll zu gestallten so ist meine ganz ehrliche Meinung: Wenn es zu einer Reaktivierung kommt - ist auch gut - geht vergleichsweise schnell - man ist nicht weiter von der Unfähigkeit Entscheidungen in Ludwigsburg zu treffen abhängig und was dann LB mit ihren riesigen innerstädtischen ÖPNV-Bedarf macht kann allen Anderen egal sein. Ob die Wilhemlstraße irgendwann Autofrei sein wird wird irgendwann keinen Unterschied mehr machen, denn die Busse werden den Stau schon alleine produzieren. Oder es kommt irgendwann tatsächlich zu dem Szenario meines vorherigen nicht ganz ernsten Beitrages, dass die LVL ihre eigenen Anwohner an der Innenstadt vorbei zum Bahnhof kutschiert.

Vorschlagen würde ich aber selbst bei einer reinen Reaktivierung Mehrsystem-Stadtbahn Fahrzeuge vorzusehen, damit in Markgröningen die innerstädtische Anbindung bis zum Festplatz realisiert werden kann. Zudem muss man ja auf ein Finanzierungsbedarf von über 50 Mio kommen um noch für das Bundes-GVFG mit 80% Förderung in Frage zu kommen ;-)

Zudem denke ich, die Wahrscheinlichkeit das Markgröningen später mal eine Anbindung über die Panoramabahn, Stuttgart West, S-Vaihingen, Böblingen bis in den Schönbuch bekommt sind heute deutlich gestiegen.
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