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DFI
(23. 05. 2016, 22:04)Flash schrieb: Ich frage mich ja echt wozu diese ganzen DFI gut sein sollen.

Die DFI wurden von den Fahrgästen sehr gut angenommen und die Tatsache, dass für Haltestellen, die noch keine DFI haben, immer wieder nachgefragt wird, ob dort nicht eine möglich sei, gibt weitere Indizien. Es ist einfach ein Service, den das Publikum schätzt. Nicht zuletzt deshalb gibts jetzt auch schon an einigen Bushaltestellen eine DFI-light.

Zitat:Man ist hundert Jahre ohne sie ausgekommen, und just dann, wenn sowieso 90% der Leute eine DFI in Form eines Smartphones in der Tasche haben, haut man das Geld dafür raus, an den letzten Zehn-Personen-Haltestellen DFI anzubringen.
Natürlich werden dann wieder fröhlich die Fahrpreise erhöht, schließlich darf so ein Service ja was kosten.

Dein Beitrag ist polemisch und wenig hilfreich. Demokratie ist das Glück der meisten, nicht Dein Glück. Ich frage mich auch warum wir eine allgemeine Krankenversicherung, Kraftfahrzeuge, Arbeitslosengeld, Zentralheizungen und Kanalisation haben. Früher gings auch ohne... Und ja: Für sowas sind diverse Leute bereit, höhere Ticketpreise zu bezahlen. Ach ja, laufen wäre billiger, schaffen wir einfach die Stadtbahn ab.

Zitat:Ich nehme an der große Vorteil einer DFI besteht (im Gegensatz zur Kombination Uhr + Aushangfahrplan) darin, dass Verspätungen nicht sofort offensichtlich sind. Die analogen Uhren werden ja ganz fix abgebaut, und auch wenn es technisch überhaupt kein Problem wäre, auf dem Matrixdisplay die Uhrzeit anzuzeigen, möchte man so viel Service dann doch nicht bieten.

Der große Vorteil einer DFI besteht in der allgemein zugänglichen Echtzeitinformation. Im Übrigen muss man in diesem Punkt auch in die Zukunft denken, Stichwort: Barrierefreiheit. Am Pragsattel läuft bereits ein Versuch zur Sprachausgabe der Informationen. Klar, vielleicht gibts auch Apps für blinde und sehbehinderte Menschen fürs Smartphone, mir ist sowas allerdings nicht bekannt. Und Nahverkehr im Sinne der Daseinsvorsorge muss eben auch Minderheiten berücksichtigen. Gehört übrigens auch zum demokratischen Grundkonsens in Deutschland.

Viele Grüße

BW 76
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(23. 05. 2016, 22:04)Flash schrieb: Ich frage mich ja echt wozu diese ganzen DFI gut sein sollen.
Man ist hundert Jahre ohne sie ausgekommen, und just dann, wenn sowieso 90% der Leute eine DFI in Form eines Smartphones in der Tasche haben

Eben: in der Tasche.

Rauskramen, entsperren (hast Du etwa keine PIN gesetzt?), Internet einschalten (sonst hält der Akku keinen Tag), App starten, Haltestellen eingeben (GPS ist aus, sonst hält der der Akku keinen Tag), auf langsame Internetverbindung warten (weil ja gerade wieder jeder mit dem Smartphone surft), irgendwann hat man dann die Info - wenn die Bahn nicht vorher da ist.

Internet über Mobilfunk ist übrigens ein Shared-Medium. Wenn da am Hbf alle gleichzeitig intensiv Daten nutzen, dann ist die Kapazität schnell erschöpft und es geht nicht mehr viel. Das passiert bei DFI nicht, da wird die Datenübertragungskapazität nur einmal benötigt, um alle Anwesenden mit der Information zu versorgen.
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(23. 05. 2016, 22:59)c.s. schrieb: Also ich find sie gut! Ich habe aber auch kein Smartphone.
Nur warum Du eine Uhr auf der Anzeige willst, wo doch über 90% der Leute heute eine Uhr haben (und sei es nur auf dem Smartphone :-), verstehe ich nicht. Da ist doch die Echtzeitanzeige wie lange ich noch auf meine Bahn warten muss viel besser. Z.B. sehe ich da schon von weitem, ob ich mich beeilen muss, um am Automaten noch eine Fahrkarte zu lösen, oder ob ich noch viel Zeit habe.
Ich habe auch kein Smartphone.
Ich stelle normalerweise meine (analoge) Armbanduhr nach den Haltestellenuhren, so dass sie z.B. für die Rückfahrt genau geht.
Auf einer Armbanduhr (oder dem Smartphone) kann man sogar erkennen, ob man sich beeilen muss, wenn das "von weitem" noch ein paar Straßenecken entfernt ist.

(24. 05. 2016, 10:31)Besserwisser76 schrieb: Dein Beitrag ist polemisch und wenig hilfreich. Demokratie ist das Glück der meisten, nicht Dein Glück. Ich frage mich auch warum wir eine allgemeine Krankenversicherung, Kraftfahrzeuge, Arbeitslosengeld, Zentralheizungen und Kanalisation haben. Früher gings auch ohne... Und ja: Für sowas sind diverse Leute bereit, höhere Ticketpreise zu bezahlen. Ach ja, laufen wäre billiger, schaffen wir einfach die Stadtbahn ab.
Und das war jetzt hilfreich und nicht polemisch?

(24. 05. 2016, 10:31)Besserwisser76 schrieb: Der große Vorteil einer DFI besteht in der allgemein zugänglichen Echtzeitinformation. Im Übrigen muss man in diesem Punkt auch in die Zukunft denken, Stichwort: Barrierefreiheit. Am Pragsattel läuft bereits ein Versuch zur Sprachausgabe der Informationen. Klar, vielleicht gibts auch Apps für blinde und sehbehinderte Menschen fürs Smartphone, mir ist sowas allerdings nicht bekannt. Und Nahverkehr im Sinne der Daseinsvorsorge muss eben auch Minderheiten berücksichtigen. Gehört übrigens auch zum demokratischen Grundkonsens in Deutschland.
Gerade das in die Zukunft denken spricht gegen DFI. Die Dinger jetzt überall aufzuhängen spricht für eine Denkweise, die im analogen Großgerätedenken des vergangenen Jahrhunderts stehengeblieben ist. Ich selber bin ja auch ein altmodischer Mensch (wie gesagt, habe kein Smartphone), aber trotzdem kann ich die Zeichen der Zeit erkennen, und alles zeigt in Richtung Individualisierung. Die DFI werden schon bald zum Alteisen gehören, aber ich nehme an, die Hersteller machen im Moment richtig Lobbyarbeit, um kurz vor Sendeschluss nochmal zu kassieren. Die Denkweise ist ungefähr so wie die Zeitungsverlage, die dachten, das Internet wäre keine Gefahr für ihr Geschäft, und deswegen nochmal extra leistungsstarke Druckmaschinen gekauft haben.

Ich habe längere Zeit im Bereich Mobilität für blinde und sehbehinderte Menschen gearbeitet. Und gerade die Smartphone-Revolution hat dort zu einem riesigen Sprung in Richtung individueller Freiheit geführt. Auf dem Smartphone nämlich genau die Information angezeigt werden, die der Nutzer braucht, und genau in der Form, die er braucht. Die entsprechenden Apps barrierefrei zu machen, und mit Zusatzinformationen anzureichern (wie sieht Layout / Orientierung an einer Haltestelle aus), das wäre mal wirklich sinnvoll.

(24. 05. 2016, 10:38)dt8.de schrieb: Eben: in der Tasche.

Rauskramen, entsperren (hast Du etwa keine PIN gesetzt?), Internet einschalten (sonst hält der Akku keinen Tag), App starten, Haltestellen eingeben (GPS ist aus, sonst hält der der Akku keinen Tag), auf langsame Internetverbindung warten (weil ja gerade wieder jeder mit dem Smartphone surft), irgendwann hat man dann die Info - wenn die Bahn nicht vorher da ist.

Internet über Mobilfunk ist übrigens ein Shared-Medium. Wenn da am Hbf alle gleichzeitig intensiv Daten nutzen, dann ist die Kapazität schnell erschöpft und es geht nicht mehr viel. Das passiert bei DFI nicht, da wird die Datenübertragungskapazität nur einmal benötigt, um alle Anwesenden mit der Information zu versorgen.
Ich habe nichts gegen DFI an Haltestellen wie Charlottenplatz oder Hauptbahnhof. Bis die von Dir genannten Punkte sich erledigt haben werden, sind sie dort eine gute Übergangslösung. Ich habe hier von Haltestellen wie Riedsee oder Peregrinastraße geredet.

Es ist aber amüsant, dass c.s. sagt, man braucht keine Uhrzeit auf der DFI, weil man sie ja auf dem Smartphone hat, während Du sagst, Abfahrtsinformationen auf dem Smartphone sind blöd, weil man es erst herauskramen muss. ;-)
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Und mit welcher Begründung dürfen Fahrgäste an den Haltestellen Riedsee oder Peregrina keine DFIs bekommen? Dürfen sich denn Fahrgäste von diesen Haltestellen in der Stadtbahn setzen, oder sind Sitzplätze ebenfalls den Fahrgästen Charlottenplatz/Hauptbahnhof vorbehalten? Nur weil weniger an bestimmten Stationen einsteigen, dürfen diese keinen Windschutz, Regenschutz, Zugangsrampe, Fahrkartenautomat, Sitzbank, Blindenleitsteifen, DFI usw. bekommen.

Wie immer.
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(24. 05. 2016, 18:39)Flash schrieb:
(24. 05. 2016, 10:38)dt8.de schrieb: Eben: in der Tasche.

Rauskramen, entsperren (hast Du etwa keine PIN gesetzt?), Internet einschalten (sonst hält der Akku keinen Tag), App starten, Haltestellen eingeben (GPS ist aus, sonst hält der der Akku keinen Tag), auf langsame Internetverbindung warten (weil ja gerade wieder jeder mit dem Smartphone surft), irgendwann hat man dann die Info - wenn die Bahn nicht vorher da ist.

Internet über Mobilfunk ist übrigens ein Shared-Medium. Wenn da am Hbf alle gleichzeitig intensiv Daten nutzen, dann ist die Kapazität schnell erschöpft und es geht nicht mehr viel. Das passiert bei DFI nicht, da wird die Datenübertragungskapazität nur einmal benötigt, um alle Anwesenden mit der Information zu versorgen.
Ich habe nichts gegen DFI an Haltestellen wie Charlottenplatz oder Hauptbahnhof. Bis die von Dir genannten Punkte sich erledigt haben werden, sind sie dort eine gute Übergangslösung. Ich habe hier von Haltestellen wie Riedsee oder Peregrinastraße geredet.

Bis ... erledigt? Shared Medium wird immer shared Meduim bleiben, und die Physik verbietet eine beliebige Erhöhung der Kapazität.

(24. 05. 2016, 18:39)Flash schrieb: Es ist aber amüsant, dass c.s. sagt, man braucht keine Uhrzeit auf der DFI, weil man sie ja auf dem Smartphone hat, während Du sagst, Abfahrtsinformationen auf dem Smartphone sind blöd, weil man es erst herauskramen muss. ;-)

Das ist kein Widerspruch, denn jeder nutzt sein Handy anders. Der Eine hat es ständig in der Hand und kann den Blick nicht abwenden, für den anderen ist es ein Arbeitsmittel, von dem man froh ist, wenn man es mal weit weg stecken kann und Ruhe hat. Und ich würde mir durchaus eine Uhrzeitanzeige am DFI wünschen, denn die regulären Uhren werden ja immer mehr abgebaut, und die am Automaten sind so klein daß man schon direkt davor stehen muß.

Und außer Programmierung dürfte es nichts kosten.

Und auch im Zeitalter von Handys machen öffentliche Uhren Sinn. Denn wenn ein Netzbetreiber mal versehentlich die falsche Zeit verschickt, dann gehen gaaanz viele Uhren falsch und keiner merkt es.
Kommt ja nicht vor? Doch: http://www.heise.de/newsticker/meldung/U...86931.html
Ich war damals davon betroffen, hatte mich noch gewundert (man hat ja Vergleiche), und dann gedacht, daß Redundanz doch etwas schönes ist, was aber heute immer mehr als unnötig erachtet wird.
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(24. 05. 2016, 19:15)hopperpl schrieb: Und mit welcher Begründung dürfen Fahrgäste an den Haltestellen Riedsee oder Peregrina keine DFIs bekommen?
Mit der gleichen Begründung, mit der manche Vororte einen Stadbahnanschluss haben, andere nicht, mit der gleichen Begründung mit der Plieningen keine Direktverbindung zum Flughafen mehr bekommt, etc.: Weil der Kosten-Nutzen-Faktor ein ganz anderer ist.
Du bist doch der, der sonst immer mit dem KNF kommt.

Natürlich ist das auch der SSB klar, denn sonst hätte man die DFI ja nicht zuerst an den sinnvollen Stellen angebracht, und dann an immer weniger frequentierten Halten. Wenn Deine Argumentation korrekt wäre, hätte man ja auch der Reihe nach vorgehen können, da es ja zwischen Hauptbahnhof und Riedsee keinen Unterschied gibt. Aber auf so eine Schnapsidee ist man dann doch nicht gekommen.

(24. 05. 2016, 21:02)dt8.de schrieb: Und außer Programmierung dürfte es nichts kosten.

Und auch im Zeitalter von Handys machen öffentliche Uhren Sinn. Denn wenn ein Netzbetreiber mal versehentlich die falsche Zeit verschickt, dann gehen gaaanz viele Uhren falsch und keiner merkt es.
Kommt ja nicht vor? Doch: http://www.heise.de/newsticker/meldung/U...86931.html
Ich war damals davon betroffen, hatte mich noch gewundert (man hat ja Vergleiche), und dann gedacht, daß Redundanz doch etwas schönes ist, was aber heute immer mehr als unnötig erachtet wird.
Ich weiß jetzt nicht, was Du mir sagen willst. Ich habe mich ja nicht gegen Uhren ausgesprochen, sondern dafür. Ich habe explizit gesagt, dass man, wenn man schon die großen Uhren gegen DFI austauscht (mM oft unnötigerweise) man dann wenigstens die Uhrzeit auf der DFI anzeigen könnte.
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(24. 05. 2016, 22:00)Flash schrieb: Ich weiß jetzt nicht, was Du mir sagen willst. Ich habe mich ja nicht gegen Uhren ausgesprochen, sondern dafür. Ich habe explizit gesagt, dass man, wenn man schon die großen Uhren gegen DFI austauscht (mM oft unnötigerweise) man dann wenigstens die Uhrzeit auf der DFI anzeigen könnte.

Das mit den Uhren war ja nicht gegen Dich, sondern nur eine weitere Zustimmung zu der Uhrzeit.
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(24. 05. 2016, 21:02)dt8.de schrieb: Und ich würde mir durchaus eine Uhrzeitanzeige am DFI wünschen, denn die regulären Uhren werden ja immer mehr abgebaut, und die am Automaten sind so klein daß man schon direkt davor stehen muß.
Wenn man mal darauf achtet, wo an unterirdischen Haltestellen die regulären Uhren u.a. installiert sind, so kann mann feststellen, daß sie oft am vorderen Ende des Bahnsteigs angebracht sind. Sie sollen dem Fahrer offensichtlich eine pünktliche Weiterfahrt gewährleisten. Hoffen wir daß die dann wenigstens hängen bleiben.
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(24. 05. 2016, 22:00)Flash schrieb:
(24. 05. 2016, 19:15)hopperpl schrieb: Und mit welcher Begründung dürfen Fahrgäste an den Haltestellen Riedsee oder Peregrina keine DFIs bekommen?
Mit der gleichen Begründung, mit der manche Vororte einen Stadbahnanschluss haben, andere nicht, mit der gleichen Begründung mit der Plieningen keine Direktverbindung zum Flughafen mehr bekommt, etc.: Weil der Kosten-Nutzen-Faktor ein ganz anderer ist.
Du bist doch der, der sonst immer mit dem KNF kommt.

Dann versuch mal bitte, den KNF eines DFI zu berechnen, so wie man es für Verkehrsleistungen tun würde. Ist gar nicht so einfach, das sind Äpfel und Birnen. Wenn man die Ausrüstung mit DFI anhand eines KNF begründen müsste, gäbe es die DFI vermutlich gar nicht. Der DFI ist ein Service, der im Idealfall überall zur Verfügung stehen sollte. Wink
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(24. 05. 2016, 22:00)Flash schrieb:
(24. 05. 2016, 19:15)hopperpl schrieb: Und mit welcher Begründung dürfen Fahrgäste an den Haltestellen Riedsee oder Peregrina keine DFIs bekommen?
Mit der gleichen Begründung, mit der manche Vororte einen Stadbahnanschluss haben, andere nicht, mit der gleichen Begründung mit der Plieningen keine Direktverbindung zum Flughafen mehr bekommt, etc.: Weil der Kosten-Nutzen-Faktor ein ganz anderer ist.
Du bist doch der, der sonst immer mit dem KNF kommt.

Natürlich ist das auch der SSB klar, denn sonst hätte man die DFI ja nicht zuerst an den sinnvollen Stellen angebracht, und dann an immer weniger frequentierten Halten. Wenn Deine Argumentation korrekt wäre, hätte man ja auch der Reihe nach vorgehen können, da es ja zwischen Hauptbahnhof und Riedsee keinen Unterschied gibt. Aber auf so eine Schnapsidee ist man dann doch nicht gekommen.

Der Kosten-Nutzen-Faktor von DFIs ist einfach: Der ist immer negativ (oder kleiner 1 - je nach Sichtweise). Der KNF von Sitzbänken ist auch negativ.

Dass Haltestellen wie Riedsee oder Jurastraße ganz weit hinten auf der Liste stehen, ist eine Folge des Budgets. Dass Haltestellen, die selten frequentiert sind, dennoch früher ein DFI bekommen, als solche mit höherem Fahrgastaufkommen, ist ebenfalls eine Folge des Budgets.

Dennoch stehen diese auf der Liste und dennoch bekommen diese eine DFI. Es gibt halt einen Unterschied zwischen Letzter Platz und Nicht Teilgenommen.
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