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Fachkräftemangel - dringend 60m-Züge erforderlich
#1
Machen wir uns nichts vor: Der Personalmangel beim Fahrpersonal wird nicht besser werden, eher noch schlechter.
Umso wichtiger ist es (wäre es!), im Bereich der Effizienz viel mehr zu tun.
Eine erheblicher Beitrag wäre die Einführung der 60m-Züge.

Die Ergänzungslinien U16 und U19 könnten eingespart werden, wenn U2 und U13 mit 60m-Zügen verkehren, und die U1 nach Fellbach fährt ohnehin bald mit 80m-Zügen.
Nicht falsch verstehen: ein 5Min-Takt nach Neugereut, nach Fellbach usw. ist natürlich schön und für eine Stadt der Größe Stuttgarts auch erstrebenswert. Aber in dieser Notlage kann man auch mit einem 10min-Takt leben.
Der schöne "Nebeneffekt" der 60m-Züge ist außerdem, dass sich die Kapazität im Innenstadtbereich (partiell) vergrößert, wo schon heute die Kapazitätsgrenze fast erreicht ist.

Weitere Einsparmöglichkeiten ergeben sich, wenn man sonn- und feiertags auf durchgehenden 15min-Takt umstellt (in der Millionenstadt Köln eine Selbstverständlichkeit) und die 60m-Züge nutzt, um bestimmte Linien mit größerer Kapazität auszustatten. U6 und U7 evtl. sogar mit 80m. Die gewonnenen Personalkapazitäten dienen der Stabilisierung des Grundangebots.
Tram 68 S-Bhf Köpenick - Alt-Schmöckwitz
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#2
Hallo,

die Einsparungen sind teilweise schon möglich, wenn die U1 demnächst in Doppeltraktion fährt. Dann könnte nämlich die U16 vom Pragsattel kommend ab Cannstatt nach Neugereut fahren. Da in den nächsten Jahren ohnehin zwischen Rosensteinbrücke und Cannstatt eine Umleitung gefahren wird, braucht man auch keine zusätzliche Weichenverbindung in Cannstatt.
Der Ausbau des Nordastes der U2 auf Doppeltraktion ist schwierig, weil es in Cannstatt einige bauliche Einschränkungen gibt, aber auf dem Südast nach Botnang sollte das ohne weiteres möglich sein.

Holger
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#3
Auf Doppeltraktion muss man ja gar nicht ausbauen. Es reichen ca. 50m Bahnsteiglänge (Türanordnung ausgenutzt). Köln macht das auf der Zülpicher Str. auch so (Linie 9).
Daimlerplatz wird natürlich schwierig, das ist mir bewusst.
Tram 68 S-Bhf Köpenick - Alt-Schmöckwitz
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#4
Wie viele Threads zu dem Thema möchtest du denn noch eröffnen? Du wirst immer die selbe Antwort erhalten: Für 60-Meter-Züge müsste man alle Betriebshöfe und die Hauptwerkstatt praktisch abreißen und neu bauen. So lange also keine Geldsäcke vom Himmel fallen, wird das nicht kommen.
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#5
Ich weiß auch nicht, warum hier alle paar Monate immer wieder die selbe Katze den Baum rauf getrieben wird.
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#6
Vielen Dank für eure klaren Antworten. Es ist eben nicht wie bei der Märklineisenbahn einfach einen Wagen dazwischen hängen. Da steckt viel mehr dahinter, von den Bahnsteiglängen über die Haltepunkte und die Steuerzeiten für die Signalanlagen. Also Alt Schmökewitz es wird durch das wiederholen nicht richtiger und nervt einfach nur.
Gruß Peter
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#7
Herr Peter K, wie von Ihnen gewohnt haben Sie nichts Besseres zu tun, als Beiträge von Forenmitgliedern in den Dreck zu ziehen.
Ich werde hier so lange Vorschläge machen, wie es mir gefällt.
Die 60m-Züge haben die SSB übrigens selbst ins Spiel gebracht.
Da wir eine neue - gefährliche - Situation haben, nämlich den Fachkräftemangel, müssen auch Optionen wieder aufs Tapet, die technisch schwierig zu bewerkstelligen sind.
Die Alternative ist den Kopf in den Sand zu stecken.
Das 40m-Dogma rächt sich jedes Jahr mehr.
Aber alle anderen Betriebe sind ja offenbar blöd (Ironie).
Mit dem B-Wagen hätten wir Flexibilität.
Das neue Depot in Hausen könnte man gleich neu auslegen und wenigstens einen Teil unserer Linien mit einem für Stuttgart geeigneten Fahrzeug betreiben.
Tram 68 S-Bhf Köpenick - Alt-Schmöckwitz
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#8
Alt-Schmöckwitz schrieb:Die 60m-Züge haben die SSB übrigens selbst ins Spiel gebracht.
Ja, die Idee gab es mal - und da man in den letzten Jahren nichts mehr davon gehört hat, können wir wohl davon ausgehen, dass man sich von diesem Gedanken wieder verabschiedet hat. 

Alt-Schmöckwitz schrieb:Da wir eine neue - gefährliche - Situation haben, nämlich den Fachkräftemangel, müssen auch Optionen wieder aufs Tapet, die technisch schwierig zu bewerkstelligen sind.
Aha, 60-Meter-Züge retten die Welt, indem wir auf ganze 13 Kurse (davon 9 nur im Berufsverkehr) verzichten. Nein, den Fachkräftemangel werden wir nicht durch das "Einsparen" von einer Handvoll Züge besiegen, sondern indem die SSB als Arbeitgeber attraktiver wird.
Deine Forderung, durch 60-Meter-Züge auf U2 und U13 die Verstärkerlinien U16 und U19 zu streichen, führt zunächst einmal zu einem Kapazitätsrückgang von 25% auf einigen stark ausgelasteten Strecken. Wenn die Fahrgastzahlen, wie von der Stadt Stuttgart gewünscht, in den nächsten Jahren noch deutlich steigen sollen, können wir uns das nicht leisten.

Alt-Schmöckwitz schrieb:Das 40m-Dogma rächt sich jedes Jahr mehr.
Aber alle anderen Betriebe sind ja offenbar blöd (Ironie).
Mit dem B-Wagen hätten wir Flexibilität.
Immer dieselbe Leier. Wie willst du mit B-Wagen auf 80 Meter Zuglänge kommen? Eine Dreifachtraktion hätte bereits 90 Meter und wäre somit nicht im straßenbündigen Bereich (Hohenheimer Str. stadtauswärts) einsetzbar. Mit 60-Meter-Zügen hätten wir aber massive Kapazitätsprobleme auf U6 und U7.
Ja, der DT8 hat einige mehr oder weniger lästige Schattenseiten. Aber ein Blick nach Köln, wo man schon an einer Zuglänge von 70 statt 60 Metern kläglich scheitert, zeigt doch, dass auch der B-Wagen nicht perfekt ist.

Alt-Schmöckwitz schrieb:Das neue Depot in Hausen könnte man gleich neu auslegen und wenigstens einen Teil unserer Linien mit einem für Stuttgart geeigneten Fahrzeug betreiben.
Und was passiert, wenn dann ein 60-Meter-Zug wegen einer Betriebsstörung in einem anderen Betriebshof einrückt? Sollen wir den auf freier Strecke abstellen?
Was passiert, wenn ein solcher Zug einen größeren Defekt hat und in einer auf 40-Meter-Züge ausgelegten Werkstatt auftaucht?
Was passiert, wenn der Zug in die Hauptwerkstatt muss?
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#9
Und welche Fachkräfte sollen diese 60-Meter-Fahrzeuge auf die Schnelle konzipieren und bauen? Falls es noch nicht durchgedrungen ist - auch da gibt es Fachkräfte-Mangel...
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#10
Neben den Kosten für Entwicklung und Bau der Fahrzeuge kommen noch Kosten für Schulung des Personals, Neuplanung des Betriebshofs 4, andere Ersatzteile vorhalten, Umbau oder Neubau der Hauptwerkstatt und sicher noch viel mehr.
Ich bin mir sicher das 10 Jahre und 100 Millionen EUR dafür nicht reichen, zumal das Personal für das alles nicht existiert.
Lieferzeit für neue Stadtbahnen sind übrigens 4-5 Jahre alleine.
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