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Bahnsteighöhe
#1
Hallo,

nun fahren ja planmäßig nur noch die 430er auf der S1, aber bei vielen Bahnhöfen muss man regelrecht aus der S-Bahn herausspringen, da die Bahnsteige viel zu tief sind. In Deutschland soll alles möglichst barrierefrei erreicht werden. Wie schaut es denn mit den Bahnsteigen in Stuttgart aus? Wird man die Höhe der Bahnsteigkante in Zukunft verändern?
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#2
Hallole,

ich war jetzt noch nicht mit den neuen 430ern unterwegs. Nur weiß ich, dass ab Untertürkheim sämtliche Bahnsteige nur 76 cm hoch sind. Der Grund dafür ist, so wie ich mal gelesen habe, dass auch Güterzüge da durchfahren können. Der Überhang (Lichtraumprofil) der großen Güterwagen macht es nicht möglich, 90 cm-Bahnsteige zu bauen. - Das war aber auch schon bei den 423ern ein erhöhter Abstand.
Es gab sogar bei Sperrung der S-Bahn-Strecke, dass die S-Bahnen dann an den 30-cm-Bansteigen gehalten haben.

Grüßle
AFu
[Bild: 3320-Front-DSO.jpg]
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Stuttgarts Straßen- und Stadtbahnlinien im Internet:
http://www.ssb-linien.de
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#3
Hallo zusammen,

das Problem mit der Bahnsteighöhe kommt ja immer wieder auch in der Presse hoch. Jetzt hat man an vielen Stellen nicht den Platz dafür eigene Gleise zu bauen aber vielleicht einen Meter mehr könnte man schon schaffen. Naiverweise könnte man sich ja vorstellen quasi über ein vier Schienengleis Güterzüge mit einem höhren Abstand in einer eigenen Spur am 90cm Bahnsteig vorbeifahren zu lassen. Es müsste dazu an den Enden ja nur eine Art Spur-Weiche geben und gesteuert werdenm dass nur S-Bahnen die Bahnsteignahe Spur nutzen.
Ist sowas prinzipiell zulässig zu bauen oder schließen das die Vorschriften schon grundsätzlich aus?
Oder gibt es das gar schon irgendwo?

Grüße
Luchs
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#4
(06. 05. 2014, 00:20)luchs schrieb: Oder gibt es das gar schon irgendwo?

Grüße
Luchs

Das gibt es. Im Gemmenicher Tunnel hat man so eine Konstruktion für überbreite Güterzüge eingerichtet. Die fahren etwas weiter in der Mitte, sodass nichts an der Tunneldecke hängenbleibt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemmenicher_Tunnel

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#5
Das gibt es auch bei der Kasseler Straßenbahn:
Da die Strecke der Überlandlinie 4 nach Hessisch-Lichtenau teilweise auch von Güterzügen mitgenutzt wird, musste hier sogar aufgrund beidseitiger Bahnsteige ein Sechsschienengleis eingebaut werden! Die 4 nutzt je nach Fahrtrichtung die äußeren Gleise, der Güterverkehr nimmt die mittleren.
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#6
Ich meine das die S-Bahn Höhe eine Fehlentscheidung war. Wann wurde diese engeführt? S-Bahn München in den 70ger Jahren? Und jetzt über 40 Jahre später sind nach wie vor nicht alle Bahnsteige so hoch. Warum hat man nicht einfach eine Höhe wie im 425. Der ist als S-bahn Fahrzeug genauso geeignet. Stattdessen sind die S-Bahnen viel zu hoch und es stimmt das abseits der neuen ausgebauten Stationen ein größerer Höhenunterschied besteht. Und mittlerweile dürfen die S-Bahnen nicht mal mehr an zu niedriege Bahnsteige halten da die Höhe zu hoch ist. Ich kann mich noch erinnern als eine S-Bahn auf dem S-Bahn Gleis zwischen Plochingen und Esslingen liegen geblieben ist und wir dann auf dem Ferngleis fuhren. Das war selbst für uns jüngere ein sportlicher Akt. Alte Leute hatten kaum die Möglichkeit dazu.

Ich meine man hätte die S-Bahn Höhe nie einführen sollen. Aus einem Doppelstock Wagen, n-Wagen oder IC Wagen kommt man locker auf jeden Bahnsteig und sogar relativ einfach in den Schotter im Notfall. Dodgy
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#7
(06. 05. 2014, 12:00)mr-it schrieb: Ich meine man hätte die S-Bahn Höhe nie einführen sollen.

Als die S-Bahn-Netze in Frankfurt, München und Stuttgart geplant wurden (Anfang/Mitte der 60er) wollte man an den wichtigen Stationen im Innenstadtbereich einen ebenen Einstieg und eine im ganzen Zug gleiche Fußbodenhöhe. Dies sollte den Fahrgastwechsel beschleunigen. Niedriger als ca. 1m konnte man den Fußboden der Fahrzeuge damals nicht legen. Die ganzen technischen Gerätschaften unter dem Fahrzeug brauchten damals den Platz, und auf die Dächer der Züge wollte man auch nichts schweres bauen, da dann die Statik zum Problem geworden wäre. Die 96cm Bahnsteighöhe war seinerzeit praktisch ohne Alternative. Das heute alles für andere Fahrzeuge wieder zurückzubauen müsste halt irgendjemand zahlen...
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#8
(07. 05. 2014, 06:39)DasBa schrieb: eine im ganzen Zug gleiche Fußbodenhöhe.
Und dieser Vorzug ist nicht zu unterschätzen! Schon beim 425er find ich die Podeststeigerei nervig, beim Citaro sowieso. So etwas kann in der S-Bahn doch niemand ernsthaft wollen.
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#9
Aber abseits dieser großen Bahnhöfe gibt es keine gleichen Höhen. Eine Stufe dürfte dem Großteil der Leute keine Probleme machen. Schaut euch mal an wenn ein 425 an einem hohen Bahnsteig steht. Da nutzt keiner die Stufe sondern tritt gleich auf den Bahnsteig. An niedriegen Bahnsteigen hat man dann die Stufe als erleichterung. Rollstuhlfahrer nutzen sowieso die Rampe.
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#10
(07. 05. 2014, 14:01)mr-it schrieb: Rollstuhlfahrer nutzen sowieso die Rampe.

... und Kinderwagen? Das möchte ich in der HVZ am Hbf erleben ...
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