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SSB - Planung
War eine Stadtbahn nach Gablenberg tatsächlich mal ein Thema?
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Im Grunde war oder ist sie das seit 1978 immer, ist aber bisher leider nie über das Wunschtraum-Stadium hinausgekommen, weil es eben wohl an den unumgänglichen, aber sehr teuren Tunnels (Wagenburgstraße - Gablenberg in Deckelbauweise, weiter bis Heidehofstraße / Wagenburggymnasium dann bergmännisch, sofern der nicht ohnehin mit dem S21-Fildertunnel ins Gehege kommt) scheitern würde.
...im Übrigen bin ich der Meinung, daß die U15 in die Nordbahnhof- und Friedhofstraße gehört! (frei nach Marcus Porcius Cato d.Ä.)
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Das könnte sich die SSB gerne mal angucken:

https://linieplus.de/proposal/stadtbahn-gablenberg/

Ich finde nur weil man hier viele Kilometer Tunnel braucht, sollte das kein Argument dagegen sein. Wir haben hier immerhin keine U-Bahn, die in anderen Städten fast nur aus Tunneln besteht, komisch das es da auch geht. Den Luxus das wir soviele Oberirdische Abschnitte haben, haben andere Städte nicht. Das was man dort spart, sollte man schon in so Projekte investieren, so das ganze Stadtteile noch angeschlossen werden können.

Eine Tunnel braucht man auch für die Verlängerung nach Esslingen runter, komisch das es dort kein Problem ist.
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Ich bin immer noch der Meinung, dass in Stuttgart der O-Bus extrem sinnvoll wäre!
Auch in Zeiten des Batteriebusses.
Der Betrieb mit Trolleybussen ist viel stabiler, auf lange Sicht wirtschaftlicher, UND: mit dem jetzigen Stand der (Batterie-)Technik
lassen sich zahlreiche weitere Abschnitte rein elektrisch fahren. Mit relativ wenig Oberleitung fahren zahlreiche Linien dann rein elektrisch.
Solingen ist ein Musterbeispiel, und Esslingen zieht jetzt nach!

Ich schreibe das hier, weil sich die Linie 42 perfekt für Trolleybusbetrieb eignet. Hohes Fahrgastaufkommen, viele Steigungen, enge Kurven.
In Zürich gibt es gleich mehrere Linien mit dieser Charakterisitk (z.B. Linie 33). Das Tram wäre schwer machbar und teuer und auch vom Fahrgastaufkommen her leicht übertrieben.
In Stuttgart: Unsere Stadtbahn wäre erst recht überdimensioniert (vor allem von den Kosten her). Die Einbindung in die ohnehin schon überlasteten Innenstadttunnel käme noch hinzu.

Als ersten Schritt Linie 42 mit Oberleitung versehen und HESS-Trolleybusse kaufen (Doppelgelenk).
Linie 45 kann dann abschnittsweise mit Oberleitung fahren, den Rest mit Batterie. (Neue Busse erforderlich, Standardgröße)
Zweiter Schritt: Linien 43 und 44 elektrifizieren.
Dritter Schritt: Linie 40 elektrifizieren.
Vierter Schritt: Linien 81 und 56 elektrifizieren. Linien 82, 52 und 55 dann auch gemischter Betrieb Oberleitung/Batterie.
Weiterer Ausbau möglich.

DAS wäre eine nachhaltige Elektrifizierungs-Strategie!
Ohne teuren Gleisbau.
Tram 68 S-Bhf Köpenick - Alt-Schmöckwitz
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(Vor 10 Stunden)MarcoSTR schrieb: Das könnte sich die SSB gerne mal angucken:

https://linieplus.de/proposal/stadtbahn-gablenberg/

[...]

An sich wäre das sicher ein sinnvolles Projekt. Aber ich würde da gerne wissen, wie die Tunnelrampe inmitten der Gänsheidenstraße funktioniert und wie mit der beschränkten Kapazität des Innenstadttunnel umgegangen werden soll. 
Da wäre sicher noch die eine oder andere zusätzliche Investition abseits der eigentlichen Strecke nötig. Doppeltraktion halte ich erstmal für utopisch, aber auf Linie Plus darf/soll man ja träumen. 
Mich würde mal interessieren ob ein Batterie-Doppelgelenkbus, z.B. wie der Flughafenbus Linie 50 in Basel (9105 / BS 99805 | HESS LighTram 25 OPP | Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) - View photos - Alltransua) auf dem 42 eingesetzt werden könnte.
Fährt ab auf GT4, DoT4, O307 und co.
Der offizielle SHB-Blog: shb-ev.com
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(Vor 9 Stunden)Alt-Schmöckwitz schrieb: Ich bin immer noch der Meinung, dass in Stuttgart der O-Bus extrem sinnvoll wäre!
Auch in Zeiten des Batteriebusses.
Der Betrieb mit Trolleybussen ist viel stabiler, auf lange Sicht wirtschaftlicher, UND: mit dem jetzigen Stand der (Batterie-)Technik
lassen sich zahlreiche weitere Abschnitte rein elektrisch fahren. Mit relativ wenig Oberleitung fahren zahlreiche Linien dann rein elektrisch.
Solingen ist ein Musterbeispiel, und Esslingen zieht jetzt nach!

Ich schreibe das hier, weil sich die Linie 42 perfekt für Trolleybusbetrieb eignet. Hohes Fahrgastaufkommen, viele Steigungen, enge Kurven.
In Zürich gibt es gleich mehrere Linien mit dieser Charakterisitk (z.B. Linie 33). Das Tram wäre schwer machbar und teuer und auch vom Fahrgastaufkommen her leicht übertrieben.
In Stuttgart: Unsere Stadtbahn wäre erst recht überdimensioniert (vor allem von den Kosten her). Die Einbindung in die ohnehin schon überlasteten Innenstadttunnel käme noch hinzu.

Als ersten Schritt Linie 42 mit Oberleitung versehen und HESS-Trolleybusse kaufen (Doppelgelenk).
Linie 45 kann dann abschnittsweise mit Oberleitung fahren, den Rest mit Batterie. (Neue Busse erforderlich, Standardgröße)
Zweiter Schritt:  Linien 43 und 44 elektrifizieren.
Dritter Schritt: Linie 40 elektrifizieren.
Vierter Schritt:  Linien 81 und 56 elektrifizieren. Linien 82, 52 und 55 dann auch gemischter Betrieb Oberleitung/Batterie.
Weiterer Ausbau möglich.

DAS wäre eine nachhaltige Elektrifizierungs-Strategie!
Ohne teuren Gleisbau.

Hallo,

dazu muss man aber die rechtlichen und technischen Unterschiede zwischen den O-Bus Betrieben in Deutschland und der Schweiz kennen und verstehen.

In Deutschland darf ein Gelenkbus maximal 18,75 Meter lang sein, das ist die Grenze die die StVZO (Straßenverkehrs Zulassungs Ordnung) vorgibt. Schon der CapaCity L mit seinen 21 Metern darf nur mit spezieller Ausnahmegenehmigung auf bestimmten Linien eingesetzt werden. Ein Hess Lighttram Trolly Doppelgelenkbus ist 24,70 Meter lang, das wird dann ähnlich schwierig wie der Einsatz der VanHool Doppelgelenkbusse in Hamburg und Aachen.

Zusätzlich kommt dazu, dass in der Schweiz ein Trollybus, auch mit Hilfsantrieb mittels Dieselmotor oder Batterie, rechtlich als Tram zählt, nicht als Bus/Kraftfahrzeug, da er in der Schweiz zu den Spurgeführten Fahrzeugen gezählt wird. Dadurch muss in der Schweiz für einen Trollybus kein Kennzeichen vorhanden sein, es reicht die sichtbar ansgeschriebene Fahrzeugnummer und es muss keine Kraftfahrzeugsteuer bezahlt werden und es besteht keine Versicherungspflicht.
Das ist so in Deutschland alles nicht gegeben, hier zählt ein O-Bus/Batterie-Oberleitungs-Bus rechtlich als Bus, sprich er muss die Grenzen der StVZO einhalten, oder der Betrieb braucht eine teure und aufwändige Ausnahmegenehmigung, er braucht ein Kennzeichen, es muss Kfz-Steuer für das Fahrzeug bezahlt werden und es besteht Versicherungspflicht.

Das ist ja auch der Grund, warum Solingen aus dem BOB(Batterie-Oberleitungs-Bus) Programm austeigt, bzw es nicht weiter verfolgt und wieder Dieselbusse beschafft. Die Dieselbuss sind selbst ohne Förderung von Staat und EU für den BOB deutlich günstiger in der Anschaffung und haben vor allem einen deutlich besseren Wiederverkaufspreis, einen BOB wirst du in Europa als Gberauchtbus quasi nicht los, und sind deutlich einfacher in der Wartung.

Man hat einen O-Bus in Stuttgart schon mal geprüft und ist sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen, dass das am Ende so teuer ist, dass man für ähnliches Geld auch wieder Meterspurstraßenbahnstrecken entlang der alten Linien 8/18 (heute zum großen Teil Buslinie 42 und 40), 10 (heute Teil der Buslinien 43 und 44) und 14 (heute Teil der Buslinie 44) wieder aufbauen kann und Meterspurstraßenbahnen beschaffen kann. Die gibt es ja zB von Skoda als Niederflurbahnen zu einem recht annehmbaren Preis. Da eine Straßenbahn im Straßenraum nach BoStrab bis zu 75 Meter lang sein darf, bekommt man mit einer Straßenbahn mit entsprechender Länge eine Beförderungskapazität die man mit einem Gelenkbus oder Doppelgeelnkbus nie erreichen kann.

Der O-Bus wird in Deutschland immer ein Nieschenprodukt bleiben, weil die rechtlichen Rahmenbedingungen einfach maximal ungünstig sind, man muss eher froh sein, dass sich Esslingen dafür entschieden hat jetzt bei Skoda noch mal so viele BOB zu beschaffen.

Gruß
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Also sollte die ÖPNV Lobby mal auf einer Anpassung der StVO bestehen...ach ne Moment...diese Lobby gibt es ja wohl gar nicht in der Politik
Disclaimer: Alle Äußerung von mir stellen nur meine persönliche, private Sichtweise da.
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