(05. 07. 2026, 10:54)Micha schrieb: Scheint jahrzehntelang ganz gut funktioniert zu haben.
Und da gab weniger eigene Bahnkörper.
Weichen wurden per Taster gestellt.
Der Fahrer hat ausserdem Fahrscheine verkauft.
Und geholfen, wenn jmd. mit Kinderwagen einstieg.
An der H konnte man ihn persönlich ansprechen.
Auch war er sich nicht zu schade, an der Endstation evtl. Müll zu entsorgen.
Hab ich noch was vergessen?
Ob etwas vergessen wurde, weiss ich nicht.
Jedoch müsste man sicher auch ansehen, ob der Arbeitsplatz unter Umständen an Komplexität zugenommen hat - weniger eigene Bahnkörper vor 50 Jahren und heute mehr haben sicherlich ihren Grund auch im gestiegenen Individualverkehr seit damals. Weichen per Taster zu stellen erfordert eine zusätzliche kognitive Leistung, die Automatisierung hier ist sicherlich eine Erleichterung der Arbeit heute. Der Fahrscheinverkauf ausserhalb der Fahrzeuge (sogar mittlerweile per mobilem Internet und eigener App!) unterstützt die Pünktlichkeit des ÖPNV, würde ich meinen.
Man kann doch sicher heute auch noch das Fahrpersonal an der Haltestelle ansprechen? Es gibt doch diese Sprechanlage im Fahrzeug. Ich glaube auch, mich daran zu erinnern, dass in der Fahrerkabine ein Mikrofon verfügbar ist? So kann doch bei Bedarf immer noch eine personalisierte Ansage erfolgen. Jedoch, die automatisierten Ansagen helfen bestimmt mit, dass die Fahrer:innen ich auf das Wesentliche konzentrieren können: Sicheres Fahren. So wird der Arbeitsplatz weniger komplex.
Die meisten Einstiege erscheinen mir heute so gestaltet zu sein, dass Fahrer:innen nicht unbedingt helfen müssen: Die Stadtbahnfahrzeuge mit ihren Hochbahnsteigen ermöglichen einen beinahe ebenerdigen Einstieg und die Busse sind meines Wissens nach zum allergrössten Teil niederflurig ausgestattet und die Haltestellen entsprechend eingerichtet. Da profitieren ja nicht nur Personen mit Kinderwagen davon, sondern die Zugänglichkeit ist allgemein um Welten besser als noch in den 1970ern oder noch früher.
Michas Antwort zeichnet ein ein wenig ein romantisiertes Bild, finde ich. Was auch legitim ist - sich daran zurückzuerinnern gibt vermutlich ein heimeliges Gefühl und das kann ja auch schön sein.
Die Zeiten bleiben andererseits nicht stehen: Fortschritt in diesen Bereichen kommt allen Beteiligten zugute. Da ist die Umstellung von Tonbändern (was ja meine ursprüngliche Frage war) auf Digitalmedien ja auch ganz schön. Da kann kein Tonband einfach im Depot vergessen werden