Gestern, 15:02
Alt-Schmöckwitz schrieb:Kann man so sehen.Naja, Bochum und Dortmund haben den Umbau zur Stadtbahn immerhin so umgesetzt, dass sich Stadt- und Straßenbahn nicht gegenseitig in die Quere kommen. Inwiefern der Betrieb zweier zueinander inkompatibler Systeme statt einem einheitlichen Netz (z. B. einer Meterspurtram mit möglichst viel unabhängigem Bahnkörper) aber vorteilhaft sein soll, kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
Ich erwidere aber, dass Städte - ich nehme mal als Beispiel Bochum, wo ich mich sehr gut auskenne - mit diesem Mischsystem auch Vorteile haben.
Schöne Beispiele für die Verkorkstheit der "Stadtbahn Rhein-Ruhr" gibt es ja auch zur Genüge: In Düsseldorf und Köln ist vollständige Barrierefreiheit bei der Stadtbahn kaum erreichbar, dank gemeinsamem Verkehr mit Niederflurlinien auf derselben Strecke. Die Essener Stadtbahn hat drei Südäste, aber nur einen Nordast. Essen-Bredeney war mangels Tiefbahnsteigen bis vor wenigen Jahren nicht mit barrierefreien Fahrzeugen erreichbar. Duisburg bekam eine viergleisige Stammstrecke, auf der nur drei Linien fahren.
Alt-Schmöckwitz schrieb:Für den Fahrgast ergeben sich keine Nachteile in Bochum[...]Aber für die Betriebsführung. Der Betrieb zweier voneinander unabhängiger Bahnsysteme ist nunmal teurer und aufwendiger: Zwei Werkstätten, zwei inkompatible Fuhrparks, völlig verschiedene Ersatzteile...
Alt-Schmöckwitz schrieb:Stuttgart hat nun Hochbahnsteige überall. Die verschandeln teilweise das Stadtbild (U15!).Und das wäre beim B-Wagen anders gewesen?
Und die Linien 8 und 10 gibts nicht mehr ...