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Fragestellung Umgang Kapazitätsbedarfe „Stadtbahn-Stammstrecken“
#46
Alt-Schmöckwitz schrieb:Die falsche Entscheidung für den A-Wagen rächt sich bitter.
Mit dem B-Wagen wären wir die Sorgen los.
Mit dem B-Wagen hätten wir heute nur maximal 60 Meter lange Züge. Dreifachtraktionen mit 90 Metern Länge (15 Meter über dem gesetzlichen Limit) wären wohl kaum genehmigt worden. 
Genau dieses Problem hat Köln gerade: Man hat das ganze Netz auf maximal 60 Meter lange Züge ausgelegt und benötigt jetzt eine Sonderlösung mit 10 Meter langen Zwischenwagen, um die Kapazität wenigstens ein bisschen erhöhen zu können. Und liegt dann mit 70 Metern Länge immer noch deutlich hinter einem DT8-Doppelzug - als Millionenstadt! 
Klar haben die 40-/80-Meter-Züge auch Nachteile, aber gerade dem B-Wagen sieht man in vielerlei Hinsicht an, als was er von Anfang an gedacht war: Als Kompromiss. 

Alt-Schmöckwitz schrieb:Die Gründe für den B-Wagen in NRW und die Entstehungsgeschichte sind mir bekannt, NRW als DAS Straßenbahn-/Stadtbahnland in Deutschland ist ohnehin mein Lieblingsthema.
Die pragmatische Herangehensweise dort hätte auch Stuttgart gut getan.
Diese "pragmatische Herangehensweise" hat in erster Linie dafür gesorgt, dass Köln, Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund mit zwei (Mülheim sogar drei) zueinander weitgehend inkompatibelen Systemen kämpfen müssen. Statt wie Stuttgart auf einen auch nicht perfekten, aber bezahlbaren Kompromiss zu setzen, wollte man sofort die ganz große Lösung haben und der Bau ist nach einem Bruchteil der benötigten Strecken praktisch zum Erliegen gekommen. So etwas hätte Stuttgart auf keinen Fall gut getan.
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RE: Fragestellung Umgang Kapazitätsbedarfe „Stadtbahn-Stammstrecken“ - von SSBChris - 05. 01. 2026, 20:54

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