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Esslingen anbinden?
(06. 02. 2026, 10:07)dt8.de schrieb:
(05. 02. 2026, 20:37)AlexB2507 schrieb: In Böblingen gab es diesbezüglich ja auch schon Untersuchungen, welche einen positiven Kosten-Nutzen-Indikator aufzeigten.
In Böblingen ist m.W. keine Linie geplant, die nicht nach Stuttgart fährt. Insofern entsteht da erstmal kein Problem.
Da wird vmtl. auf eine stattgefunde Potenzialanalyse vom VWI bezogen die eine Verbindung von Vaihingen über Sifi nach BB untersucht hat.
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Eine der 3 untersuchten Varianten in Böblingen sah eine Verlängerung Vaihingen - Sindelfingen Bf. - Böblingen Bf. und eine Tangentiale Eichholz - Sindelfingen Bf. - Böblingen Bf. vor. Wo fährt letztere den bitte nach Stuttgart???

Was spräche den dagegen, die umliegenden Gemeinden an einer Schwestergesellschaft der SSB mitreden zu lassen? Ich meine, wenn man eine so nennenswerte Strecke, wie es in LuBU der Fall gewesen wäre, dort baut, dann ist das durchaus naheliegend, dass die Stadt dort auch mitreden darf. Eine eigene Umlandbahngesellschaft findet sich ja in div. Städten wie eben Kassel, Chemnitz oder Karlsruhe, ob diese dann nur nach BoStrab oder auch nach EBO fährt dürfte meinem Verständnis nach erstmal egal sein. Auch in Stuttgart wäre die Idee nicht komplett neu, man denke an die "Stuttgarter Vorort-Straßenbahnen" in den 1910er Jahren.

Zur Erinnerung an die Entscheidung für LUCIE und gegen die SSB: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...a92ef.html (Ja, das ist bereits 7 Jahre her...)

Das Hauptargument war immer der Städtebau. Man hat sich sogar von der AVG und der geplanten RSBNA abgegrenzt, indem man nicht einmal 55cm Einstiegshöhe akzeptiert hat. Dann hätte man ggf. am VDV-TramTrain mitbestellten können und hätte heute einen anderen Stand, der es nicht erlaubt hätte das Projekt so abzusägen.
Man ist genau daran gescheitert, das man mit einer kleinen, neuen Organisation, die kein bestehendes Vertrauen und keine konkreten Ergebnisse hatte, gegen Windmühlen (ins besonders in der Stadt Ludwigsburg) angerannt ist. Das Projekt war damit eine Totgeburt...das habe ich auch 2018 schon gesagt. 
Wenn wir uns wünschen, dass irgendwann mal wieder eine Schienenbahn den Zollberg erklimmt und Esslingen mit Nellingen verbindet, wäre es äußerst Ratsam diese Fehler nicht nochmal zu machen.
Fährt ab auf GT4, DoT4, O307 und co.
Der offizielle SHB-Blog: shb-ev.com
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(06. 02. 2026, 11:19)AlexB2507 schrieb: Eine der 3 untersuchten Varianten in Böblingen sah eine Verlängerung Vaihingen - Sindelfingen Bf. - Böblingen Bf. und eine Tangentiale Eichholz - Sindelfingen Bf. - Böblingen Bf. vor. Wo fährt letztere den bitte nach Stuttgart???
Das sind eben auch erstmal Ideen. Was daraus wird - mal sehen, es wird aber nicht der Hauptnutzen sein. Die Linie 74 hat auch Fahrten Bernhausen - Nürtingen, aber die Linie geht halt offiziell bis Degerloch.

(06. 02. 2026, 11:19)AlexB2507 schrieb: Was spräche den dagegen, die umliegenden Gemeinden an einer Schwestergesellschaft der SSB mitreden zu lassen? Ich meine, wenn man eine so nennenswerte Strecke, wie es in LuBU der Fall gewesen wäre, dort baut, dann ist das durchaus naheliegend, dass die Stadt dort auch mitreden darf.
Eine solche Schwester geht nicht, weil die Schwester dann nicht in Stuttgart fährt und somit Stuttgart nicht beteiligt sein darf. Die AVG hat ja auch nur noch die Linien, die Stadt und Umland verbinden, weder reine Stadt- noch reine Umlandlinien.

(06. 02. 2026, 11:19)AlexB2507 schrieb: Eine eigene Umlandbahngesellschaft findet sich ja in div. Städten wie eben Kassel, Chemnitz oder Karlsruhe, ob diese dann nur nach BoStrab oder auch nach EBO fährt dürfte meinem Verständnis nach erstmal egal sein. Auch in Stuttgart wäre die Idee nicht komplett neu, man denke an die "Stuttgarter Vorort-Straßenbahnen" in den 1910er Jahren.
Formal macht der Mischbetrieb EBO/BOStrab tatsächlich einen großen Unterschied, weil (derzeit) für Ausschreibungen in beiden Bereichen unterschiedliche Regelungen gelten und man daher ohnehin einen Sonderstatus braucht. Außerdem gibt es bei solchen aufwändigen Systemen, welche zusätzliche Aufwände verursachen, keine Mitbewerber, welche dagegen klagen würden, weil keiner den Aufwand leisten will ;-)

Ansonsten sind das Unternehmen, die es schon vorher gab, keine Neugründung, um eine Ausschreibunspflicht zu umgehen.
Es gab auch in Stuttgart noch bis vor kurzem eine solche Gesellschaft, die END. Diese wurde aufgelöst, um die Direktvergabe in Stuttgart an die SSB nicht zu gefährden. Obwohl die END in Heumaden auch Stuttgart befuhr (Linie 130/131), wurde das wohl als zu riskant betrachtet.

(06. 02. 2026, 11:19)AlexB2507 schrieb: Zur Erinnerung an die Entscheidung für LUCIE und gegen die SSB: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...a92ef.html (Ja, das ist bereits 7 Jahre her...)
Das Hauptargument war immer der Städtebau. Man hat sich sogar von der AVG und der geplanten RSBNA abgegrenzt, indem man nicht einmal 55cm Einstiegshöhe akzeptiert hat. Dann hätte man ggf. am VDV-TramTrain mitbestellten können und hätte heute einen anderen Stand, der es nicht erlaubt hätte das Projekt so abzusägen.

Die Systementscheidung ist eine andere als die Betreiberentscheidung. Auch die SSB könnte ein NF-System betreiben, wie auch ein anderer Anbieter ein SSB-kompatibles Hochflursystem.

(06. 02. 2026, 11:19)AlexB2507 schrieb: Wenn wir uns wünschen, dass irgendwann mal wieder eine Schienenbahn den Zollberg erklimmt und Esslingen mit Nellingen verbindet, wäre es äußerst Ratsam diese Fehler nicht nochmal zu machen.
Wenn das eine Verlängerung der U7 ist, dann wäre das kein Problem. Nur habe ich bei der ansonsten eher ÖPNV-feindlichen Haltung des Kreises Esslingen so meine Zweifel, dass das jemals überhaupt so weit wie Ludwigsburg kommt. In Sindelfingen/Böblingen glaube ich eher daran.
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(06. 02. 2026, 10:07)dt8.de schrieb: Das ist keine Lösung, das funktioniert in Karlsruhe vor allem wegen des Systemwechsels EBO-BOStrab, was ohnehin Sonderregelungen erfordert. Reine EBO-Linien (z.B. S9 oder die Eilzüge Karlsruhe - Heilbronn) mussten auch in Karlsruhe abgegeben und als Eisenbahn ausgeschrieben und vergeben werden.

Wobei der AVG auch nach wie vor die S2 Spöck - Rheinstetten gehört, welche zwar komplett nach BOStrab betrieben wird, allerdings die Stadtgrenzen von Karlsruhe verlässt, weshalb sie damals hinter der Stadtgrenze durch die AVG erbaut wurde. Dadurch dass sie komplett nach BOStrab betrieben wird, wird sie auch seit etlichen Jahren von der VBK als Subunternehmer betrieben, offiziell gehört aber sowohl die Infrastruktur außerhalb der Stadtgrenze, als auch die Linie S2 immer noch der AVG.
Die S9, sowie S71 und S81 hat man (hier noch einzelne Fahrten bis zur Fertigstellung des Rastatter Tunnels) umstellen müssen. Eine solch radikale Einkürzung wie sie stattgefunden hat, hätte allerdings nicht zwingend sein müssen, das war eher dem geschuldet, dass man die Stadtbahn auf langen Strecken als unbequem erachtet. Die S4 Eilzüge, welche jetzt durch den RE45 ersetzt wurden, hätten auch weiter fahren können, wollte man aber nicht, weshalb man sie aus der Innenstadt herausgenommen und zum RE umfunktioniert hat. Gleiches mit der S5 zwischen Pforzheim und Bietigheim.

Die Stadtbahn Heilbronn Nord (S41 / S42) ist übrigens (noch) kein Bestandteil der Direktvergabe, hier läuft noch der alte Betreibervertrag in dem auch die DB Fahrpersonal zur Verfügung stellt. Noch eine Sonderlösung in Heilbronn ist, dass die Infrastruktur der Stadt Heilbronn gehört und damit durch die SWHN betrieben wird, welche ebenfalls Fahrpersonal zur Verfügung stellt. In Bad Wildbad und Wörth hingegen gehören die BOStrab-Abschnitte der AVG.Also auch hier keine einfache Lösung, sondern ein "Kompromiss"
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