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03. 02. 2026, 23:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04. 02. 2026, 00:06 von AlexB2507.)
Spannend das jetzt das benachbarte SSB-Netz am scheitern von LUCIE schuld sein soll...
@Micha das glaubst du doch selber nicht, oder?
LUCIE war genau deswegen schon ein Rohrkrepierer weil man sich von aller Erfahrung, allem Vertrauen und aller bestehenden Infrastruktur, welche die SSB besitzt losgesagt hat.
Gegen ein Nf-System spricht in besonders die Inkompatibilität der bisherigen Werkstattinfrastruktur. Entweder es braucht eine neue Werkstätte, die auch schwere Instandhaltung kann, das wäre teuer. Oder man würde in der bestehenden Werkstatinfrastruktur beide Arten von Fahrzeug warten. Dafür muss man diese anpassen, was erstens auch nicht umsonst ist und zweitens zwangsläufig Einbußen bei der Effizienz führt weil es für kein System optimal ist.
Wer mal einen SSB Betriebshof besichtigen durfte weiß, das ALLES auf den DT8 zugeschnitten ist, von der Länge der Arbeitsstände, Position der Hebebühnen bis hin zu den Sandfülleinrichtungen, welche sich an genau der Stelle der Füllstutzen befinden.
Alles andere hat Chris treffend geschrieben.
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04. 02. 2026, 09:20 von Mario.)
Neu für mich war im vorausgegangenen Zeitungsartikel u.a. die Idee der Wiederbelebung eines Streckenastes nach Denkendorf. Wie soll dann das Betriebskonzept aussehen? Wird Denkendorf von S aus angebunden oder von ES aus? Will man von S aus nach ES und von Denkendorf auch, also 2 Linien zwischen Nellingen und ES? Was wird mit der U8 passieren?
MMn macht eine U7 via S Hbf nach ES Bf keinen Sinn, die U8 zwischen ES und westliche Filder dagegen schon. Also eine U7 nach Denkendorf und eine U8 ES-Vaihingen. Und dann noch eine U18 ES-Denkendorf? Aber vlt. wird das mit Denkendorf ja nichts.
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(03. 02. 2026, 23:56)AlexB2507 schrieb: Spannend das jetzt das benachbarte SSB-Netz am scheitern von LUCIE schuld sein soll...
@Micha das glaubst du doch selber nicht, oder?
LUCIE war genau deswegen schon ein Rohrkrepierer weil man sich von aller Erfahrung, allem Vertrauen und aller bestehenden Infrastruktur, welche die SSB besitzt losgesagt hat. So einfach ist das aber nicht. Du betrachtest nur die technische Seite, aber leider gibt es da auch eine rechtliche Seite, und die verhindert ersteinmal, dass die SSB überhaupt in Ludwigsburg aktiv werden darf.
Das EU-Ausschreibungsrecht erlaubt keine Direktvergabe an ein Unternehmen, welches nicht der örtlich zuständigen Behörde untersteht. Es müssten also alle Leistungen ausgeschrieben werden, aber die SSB darf sich darauf wiederum nicht bewerben, wenn sie die Direktvergabe der Leistungen in Stuttgart nicht gefährden will.
Davon ausgenommen wären nur Linien, die grenzüberschreitend aus Stuttgart kämen. Das wäre aber in Ludwigsburg nicht der Fall gewesen.
Ich finde es immer wieder interessant, dass solche rechtlichen Rahmenbedingungen bei den Diskussionen völlig außen vor bleiben.
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(03. 02. 2026, 18:39)AlexB2507 schrieb: Hallo Ensign Joe,
Wenn dir die Niederflur-Schüsseln dieser Welt so gut gefallen, dann zieh doch in eine Stadt, wo sie fahren. Ich schlage dir Essen, Düsseldorf oder Wien vor, wo zu den katastrophalen Fahreigenschaften dieser Fahrzeuge noch miese Pflege kommt.
Alle Fakten sprechen dagegen, sich ein inkompatibles Zweitsystem anzulachen, aber manche fordern das immer wieder...in purer Ideologie. Das verstehe ich nicht.
Das Kind ist natürlich in den Brunnen gefallen, das ist mir schon klar.
War nur eine nüchterne Feststellung, dass man sich in Stuttgart mit seiner Stadtbahn damals ein ordentliches Ei gelegt hat und z.b. genauso wenig die von der Linie 42 erschlossenen Gebiete jemals wieder per Schiene anbinden können wird, noch sonstige bestehende Innenstädte ohne teure Tunnellösungen anbinden können wird, wie eben hier in Denkendorf.
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(04. 02. 2026, 13:51)dt8.de schrieb: (03. 02. 2026, 23:56)AlexB2507 schrieb: Spannend das jetzt das benachbarte SSB-Netz am scheitern von LUCIE schuld sein soll...
@Micha das glaubst du doch selber nicht, oder?
LUCIE war genau deswegen schon ein Rohrkrepierer weil man sich von aller Erfahrung, allem Vertrauen und aller bestehenden Infrastruktur, welche die SSB besitzt losgesagt hat. So einfach ist das aber nicht. Du betrachtest nur die technische Seite, aber leider gibt es da auch eine rechtliche Seite, und die verhindert ersteinmal, dass die SSB überhaupt in Ludwigsburg aktiv werden darf.
Das EU-Ausschreibungsrecht erlaubt keine Direktvergabe an ein Unternehmen, welches nicht der örtlich zuständigen Behörde untersteht. Es müssten also alle Leistungen ausgeschrieben werden, aber die SSB darf sich darauf wiederum nicht bewerben, wenn sie die Direktvergabe der Leistungen in Stuttgart nicht gefährden will.
Davon ausgenommen wären nur Linien, die grenzüberschreitend aus Stuttgart kämen. Das wäre aber in Ludwigsburg nicht der Fall gewesen.
Ich finde es immer wieder interessant, dass solche rechtlichen Rahmenbedingungen bei den Diskussionen völlig außen vor bleiben. Ich bin kein Vergabeexperte und die Vorgänge bei den Filderbuslinien sind mir natürlich bekannt...Aber, ganz so eng wie du es schreibst kann es nicht sein.
Sonst könnte das Land Ba-Wü nicht die Stadtbahn Karlsruhe und Heilbronn per Direktvergabe an die AVG vergeben.
Mann muss betrachten das die Stadtbahn Stuttgart, ebenso wie die Stadtbahn KA/HN eine besondere Fahrzeuge benötigen und keine öffentlich zugänglichen Netze, wie das Straßennetz oder das Eisenbahnnetz, sind. Mir wäre nicht bekannt das die SSB seit neustem einen "diskriminierungsfreien Netzzugang" für andere Betreiber gewährleisten muss, wie dies bei der DB InfraGO muss.
Vielleicht müsste dann auch das Land der Auftraggeber sein oder es bräuchte ein Schwesterunternehmen wie bei VBK und AVG...dass kann natürlich alles sein.
Ich bin mir sicher, die SSB hat sich damit bereits beschäftigt, schließlich hat sie das Projekt Stadtbahn Ludwigsburg ja vor geraumer Zeit selbst vorangetrieben. Und das hätte sie sicher nicht mit sich machen lassen wenn es das Kerngeschäft bedroht hätte.
Das war aber alles sicher nicht der Grund warum sich LuBu gegen die SSB entschieden hat. Hier ging es, wie jetzt beim Defacto-Ende von LUCIE, um politische Streitereien mit dem Landkreis, (städtebauliche) Angst und vermutlich (ohne es genau zu wissen) auch um finanzielle Aspekte.
Es bleibt zu hoffen, dass es eines Tages (am besten so schnell wie möglich) eine attraktivere durchgehende Verbindung von den Fildern nach Esslingen gibt.
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(04. 02. 2026, 22:53)AlexB2507 schrieb: Aber, ganz so eng wie du es schreibst kann es nicht sein.
Sonst könnte das Land Ba-Wü nicht die Stadtbahn Karlsruhe und Heilbronn per Direktvergabe an die AVG vergeben.
Da bedurfte es eines Sonderkonstruktes namens "Gruppe von Behörden". Hier https://www.avg.info/unternehmen/presse/...chnet.html steht mehr dazu
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05. 02. 2026, 08:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05. 02. 2026, 08:38 von Salzäcker.)
(05. 02. 2026, 06:31)JoJo schrieb: (04. 02. 2026, 22:53)AlexB2507 schrieb: Aber, ganz so eng wie du es schreibst kann es nicht sein.
Sonst könnte das Land Ba-Wü nicht die Stadtbahn Karlsruhe und Heilbronn per Direktvergabe an die AVG vergeben.
Da bedurfte es eines Sonderkonstruktes namens "Gruppe von Behörden". Hier https://www.avg.info/unternehmen/presse/...chnet.html steht mehr dazu
Aus dem verlinkten Artikel:
Zitat:Diese Gruppe von Behörden besteht aus dem Land Baden-Württemberg, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, der Stadt Karlsruhe, dem Landkreis Karlsruhe, dem Landkreis Germersheim und der Stadt Heilbronn.
Disclaimer: Alle Äußerung von mir stellen nur meine persönliche, private Sichtweise da.
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Danke, gut recherchiert. Das hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden.
Das dürfte dann aber auch eine, Lösung sein, wenn man das Stuttgarter Stadtbahnnetz, nennenswert über die Stadtgrenze verlängern möchte.
In Böblingen gab es diesbezüglich ja auch schon Untersuchungen, welche einen positiven Kosten-Nutzen-Indikator aufzeigten.
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(05. 02. 2026, 20:37)AlexB2507 schrieb: Danke, gut recherchiert. Das hatte ich auf die Schnelle nicht gefunden.
Das dürfte dann aber auch eine, Lösung sein, wenn man das Stuttgarter Stadtbahnnetz, nennenswert über die Stadtgrenze verlängern möchte. Das ist keine Lösung, das funktioniert in Karlsruhe vor allem wegen des Systemwechsels EBO-BOStrab, was ohnehin Sonderregelungen erfordert. Reine EBO-Linien (z.B. S9 oder die Eilzüge Karlsruhe - Heilbronn) mussten auch in Karlsruhe abgegeben und als Eisenbahn ausgeschrieben und vergeben werden.
Die Nachteile der Lösung muss man dann aber auch wollen. Die Folge wäre dann, dass Stadt und Kreis Ludwigsburg dann ein Mitspracherecht bei der SSB erhalten.
WIMRE war das Ausschreibungsthema sogar der Grund, warum sich die SSB aus dem Ludwigsburger Projekt zurückzog, allerdings kann es auch sein, dass ich mich da falsch erinnere.
(05. 02. 2026, 20:37)AlexB2507 schrieb: In Böblingen gab es diesbezüglich ja auch schon Untersuchungen, welche einen positiven Kosten-Nutzen-Indikator aufzeigten. In Böblingen ist m.W. keine Linie geplant, die nicht nach Stuttgart fährt. Insofern entsteht da erstmal kein Problem.
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