Bahnforum Stuttgart

Normale Version: Ein Gedankenspiel: aus Neu mach alt....
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Hallole,

derzeit male ich mir immer wieder in Gedanken aus, wie man einen DT8.10 oder .12 vom Aussehen her einem GT4 angleichen könnte.

Ist zwar nur eine Spinnerei, aber vielleicht wollt ihr da auch bisschen mit spinnen. :-)

Wenn ich im Lotto gewinnen würde (der Voraussetzung, dass ich erst mal spielen müsste), würde ich vielleicht das Geld dafür ausgeben, eine Stadtbahn entsprechend alt zu trimmen.

In meinem Gedankenspiel bleibt die vorhandene Technik unangetastet, alles was an Technik drin steckt, bleibt da auch. Den Fahrerplatz würde ich auch lassen wir er ist.

Also, was würde ich ändern wollen:
1. Die Lackierung außen
- Ist an sich noch das einfachste: Schwarzer Streifen unter den Fenstern, Fensterband bis fast zum Dach weiß, dann einen dünnen gelben Streifen, und dann noch grau.
- Die Fenster der Türen soweit von unten mit Folie zu kleben, dass das Fenster erst auf Höhe der anderen Fenster beginnt. - Die Folie entsprechend der Lackierung.
- Vorne rum auch so, beim DT8.12 müsste man bisschen tricksen, weil die Windschutzscheibe ja weiter runter gezogen ist. - Aber da würde es schon mehr nach GT4 aussehen. - Ggf. könnte man nen Liniennummernkasten oben drauf setzen.
- Vorhandene Scheinwerfer bleiben, wie sie sind.
- Das alte SSB-Symbol in Schwarz mit Rähmchen, anstelle dem aktuellen weißen, die Wagennummern auch in der alten Schrift an den Stellen, wie sie beim GT4 auch waren, also auf unten vor der Fahrertür, das SSB-Symbol auf die Fahrertür, alternative kein SSB-Symbol und die Nummer auf die Fahrertür.

2. Fahrgastraum:
- Die Sitze alle mit rotem Kunstleder beziehen, die Doppelrücken so anpassen, dass sie aus einem Stück sind, und bischen weiter oben anfangen. - Den freien Raum zwischen Sitzfläche und Rücken silbergrau anstreichen. - Die ganzen Gestelle mit silbergrauer Folie überziehen. die Seitenwände zwischen Oberkante Fußbodenauskleidung bis unter den Fenster mit Resopal-Karo-Folie auskleben, ebenso die Oberseite der Tischchen, den Rest mit silbergrauer Folie bekleben, und auch die Fensterrahmen bis oben hin, und die Türen auf der Innenseite. Im Türbereich die Seitenwände und Abteilwände bis Höhe der Fensterunterkante mit dem Karo-Muster bekleben, ab da bis nach oben mit weißer Resopal-Folie überkleben., die auch für die Schrägen am Dach verwendet werden könnte. Die Kästen über der Tür wieder silbergrau. - Alle Stangen auch so in dem Ton.
- Wenn machbar, die Haltegriffe gegen Stangen bis zur Decke ersetzen, und Längstangen mit den Halteschlaufen einbauen.
- Die Türdrücker, wenn machbar gegen die alten dreieckigen ersetzen.
Die Rückseiten der Fahrerkabinen mit dünnem weißfuniertem Holz bekleben, das Aussparungen für die Fenster hat.
- Wenn machbar, unter den Fenstern entlang eine silberne Leiste anbringen, ansonsten als Folie, die so aus sieht als ob.

Den Fußboden und die Decke würde ich unangetastet lassen, auch die vorhandenen Lampen. - Ggf. mit anderen Kunstsotffabdeckungen.

Alles weitestgehend nur mit Folie, dass ggf. ein Rückbau wieder möglich ist.

Ich würde das klasse finden, wenn ein DT8 so rum fahren würde.

Was haltet Ihr davon?

Grüßle
AFu
Ich habe mal das Modell eines ÖBB-Transalpins als Stadtbahn umlackiert, sieht aber nicht wirklich gut aus.
So denke ich auch bei Deiner Idee, dass es optisch und von den Proportionen nicht stimmig wirkt.
Eher würde ich einen GT4 umspuren und auf Zweirichtung umbauen lassen um ihn auf dem Netz als Partywagen einzusetzen.
Hallole,

Den neukirchener GT4 aus Hannover holen währ ja auch ne Idee.
Oder die Esslinger Triebwagen umspuren....

Grüßle
AFu
(09. 11. 2016, 00:56)AFu schrieb: [ -> ]derzeit male ich mir immer wieder in Gedanken aus, wie man einen DT8.10 oder .12 vom Aussehen her einem GT4 angleichen könnte.

Ist zwar nur eine Spinnerei, aber vielleicht wollt ihr da auch bisschen mit spinnen. :-)

Wenn ich im Lotto gewinnen würde (der Voraussetzung, dass ich erst mal spielen müsste), würde ich vielleicht das Geld dafür ausgeben, eine Stadtbahn entsprechend alt zu trimmen.

Was haltet Ihr davon?

Also ganz ehrlich gesagt: nicht besonders viel.

Was würde das denn am Ende ergeben - ein vollkommen vorbildfreies Phantasiefahrzeug, das mit aller Gewalt und dann nicht einmal besonders konsequent oder, nun ja, "liebevoll", (Zitat: ..."Folie, die so aussieht als ob [...], damit ggf. ein Rückbau wieder möglich ist...") auf nostalgisch (wohlgemerkt, nicht alt!) getrimmt werden sollte. Zum besseren Verständnis, was ich meine, darf ich an dieser Stelle zwei legendär gewordene Definitionen des früheren Stuttgarter OBs, in dessen Amtszeit die Eröffnung der ersten Stadtbahnlinie fiel, anführen:

* Nostalgie = die Fähigkeit, darüber zu trauern, daß es nicht mehr so ist, wie es früher nicht war.

* Die 3 Stufen des Denkmalschutzes:
1.) Erhalt dessen, was da ist.
2.) Wiederherstellung dessen, was nicht mehr da ist.
3.) Errichtung dessen, was hätte sein sollen.

Bitte nicht falsch verstehen: ich lehne nicht den Gedankengang und die Überlegung an sich, sondern nur zum einen die von Dir beschriebene Machart ab, die mich irgendwie eher an die temporär angelegte Dekoration eines Festumzugswagens erinnert und die man vielleicht doch lieber Disneyland und Konsorten, bei deren ohnehin synthetischen Schienenfahrgeschäften das "altertümlich aussehen" zur Show gehört, überlassen sollte.
Zum anderen frage ich mich: warum willst Du Deinen DT8.1x ausgerechnet das, wie Du selbst bereits schriebst, wohl eher unpassende Aussehen eines GT4, geben, wo doch inzwischen auch das originale Aussehen eines DT8 von 1985 (ebenso das eines ZT4) bereits in Vergessenheit zu geraten droht? Natürlich könnte bei einem DT8.1x mit grünen Sitzen, weißer Fahrerkabinenrückwand, Klapptrittstufen altem SSB-Logo (beim ZT4 entsprechend noch kadmiumgelbem Äußeren, gelben Haltestangen und Teppichboden) usw. von Originaltreue immer noch kaum die Rede sein, aber die optischen Kompromisse wären doch weitaus weniger schmerzhaft, und es käme ziemlich sicher ein äußerst gefälliges Fahrzeug heraus. Das Design war schließlich nicht umsonst schon damals preisgekrönt und blieb über eineinhalb Jahrzehnte (bis zum Erscheinen der DT8.10) nahezu unverändert.

Dein Vorschlag hat natürlich trotz allem auch einige Vorteile: der Wagen wäre freizügig auf allen heutigen Strecken einsetzbar, durch den Übergang in der Mitte auch partywagentauglich, und würde das historische Erscheinungsbild der "meterspurigen" SSB wenigstens noch vorgaukeln, falls einer tatsächlich kein Vertrauen mehr in deren Erhaltungs- bzw. Wiederaufbaubeteuerungen für die reale Meterspur hat Undecided.

Also zusammenfassend, und um auf Deinen Ausgangssatz zurückzukommen: Wenn schon Geld keine Rolle spielt (Stichwort Lottogewinn), warum sollte man es dann an ein an den Haaren herbeigezogenes Kunstprodukt mit ungewisser anschließender Akzeptanz regelrecht verschwenden, solange es noch so viele authentischere Fahrzeuge oder auch Betriebsanlagen gibt, die noch auf eine gefällige, betriebsfähige und zukunftssichere Aufarbeitung warten oder deren dauerhafter Erhalt auf der Kippe steht? Du oder ich als Lottogewinner müßten diese Umbauarbeiten ja nicht einmal selber machen (zumal die SSB wohl eh keines ihrer Fahrzeuge, schon gar keinen DT8, einzeln an privat verkaufen würde, als Privatmann bei Stadler einen nachordern ginge genauso wenig). Es gäbe für so einen Fall z.B. auch noch das Instrument einer zweckgebundenen Spende. Falls also jemand aus diesem Forum Lotto spielt und außerdem davon träumt, in diesem Leben noch einmal mit einem Altbau-Zahnradbahnzug, dem Partywagen 999 oder einem aufgearbeiteten Stadtbahn-Prototypen zu fahren... Rolleyes

(09. 11. 2016, 11:31)AFu schrieb: [ -> ]Oder die Esslinger Triebwagen umspuren....

Die Idee gab es schon einmal mit TW END2, der zum neuen, regelpurigen Partywagen werden sollte. Wurde aber leider recht schnell wieder verworfen, noch bevor sie richtig öffentlich bekannt werden konnte.
Das passt jetzt zwar nicht mehr zum Thema das Threads. Ich lege es mal weiter aus: Ein Gedankenspiel zu einem pseudo historischen bzw. besonderen Fahrzeug für das normalspurige Stadtbahnnetz in Stuttgart.

Das Fahrzeug sollte eine Fußbodenhöhe von ca. 1m haben, mind. 2,5m bzw. max. 2,65m breit sein und muss ein Zweirichtungsfahrzeig sein. Mir fallen da eigentlich nur neuere Wagen ein. Lasst uns mal überlegen:
  • Die B-Wagen und Nachfolger in NRW
  • Frankfurter U-Bahnwagen
  • Stadtbahnwagen aus Amsterdam oder Utrecht
  • Tatra-Straßenbahnen vom Typ T5C5 (da braucht man allerdings zwei von und außerdem ist der Einstieg auf 1m Bahnsteighöhe schwierig aufgrund der Falttüren und Treppe)
Alle diese Wagen haben keinerlei Bezug zu Stuttgart, was bleibt wäre der Gag irgendein Alien im Stuttgarter Netz fahren zu sehen. Kaum vorstellbar das hier jemand Geld für in die Hand nimmt bzw. die Anpassungen genehmigt noch eine Betriebserlaubnis erteilt.

Was ich mir vorstellen könnte:
  1. Das man in näherer Zukunft ein oder zwei DT8.4 im optischen Originalzustand herrichtet. Da meine ich Polster, Inneneinbauten, Lackierung usw. Man hätte dann ein historisches Stadtbahnfahrzeug, das die Entwicklung von der Meterspur-Straßenbahn zur Normalspur-Stadtbahn in Stuttgart aufzeigt.

  2. Das man in näherer Zukunft einen DT8.10 oder .11 zum Partywagen umbaut. Für den Typ und den Einsatzweck spricht der Gelenkdurchgang zwischen beiden Wagenhälften.

  3. Schon eher unwahrscheinlicher ist die Aufarbeitung der beiden Standmodelwagenhälften der Prototypen DT8.1 und .3 zu einem fahrtüchtigen Zug. Beide Wagenhälften unterscheiden sich in Getriebe und Fahrmotor und weiteren wichtigen Details, so dass sie höchstwahrscheinlich nicht elektrisch gekoppelt werden können. Man müsste aus den beiden Wagen eine Art DT8.S machen: Fahrmotoren, Getriebe und Elektronik komplett erneuern. Optisch kann man sie ja im alten Design gestalten. Nachteil es kostet viel Geld, einiges mehr Geld als ein normaler DT8.S Umbau, bindet Ressourcen innerhalb der SSB für die Planung und Umbau, rauskommen würde ein pseudo historisches Fahrzeug. Vorteil man hätte einen weiteren Stadtbahnzug den man auch im täglichen Linienbetrieb einsetzen könnte und hätte die Standmodelwagenhälften von ihrem tristen Dasein erlöst. Schöner Gedanke, aber eher unrealistisch.

  4. Auch eher unwahrscheinlich ist der Einsatz eines B-Wagen oder Nachfolgers im Stuttgarter Netz zur Demonstration der Möglichkeit der Umstellung der Innerstädtischen Buslinien auf Stadtbahn mit einem kleineren Kurvenradius von 25m statt 50m. Die Idee hätte sicherlich Charme, man hat ja immer mal wieder die Wiedereinführung einer Straßenbahn diskutiert (Boris Palmer). Die SSB müsste für ein solches Vorhaben eine Hebebühne in einer ihrer Werkstätten installieren, die die Wartung und Anpassung eines solchen Fahrzeuges erlaubt. Einen B-Wagen für Stuttgart herrichten ist sicherlich machbar. Er würde auch bei normaler Witterung und Beladung solange alle Fahrmotoren arbeiten die Berge hoch und runter kommen. Was den Dauereinsatz und thermischer Belastung der Bremse angeht steht auf einem anderen Blatt. Schöner Gedanke, aber eher auch unrealistisch.

Ich hoffe mit meinen Gedanken die Diskusion im Thread etwas zu bereichert zu haben.

VG
(10. 11. 2016, 15:17)mrvia schrieb: [ -> ]Auch eher unwahrscheinlich ist der Einsatz eines B-Wagen oder Nachfolgers im Stuttgarter Netz zur Demonstration der Möglichkeit der Umstellung der Innerstädtischen Buslinien auf Stadtbahn mit einem kleineren Kurvenradius von 25m statt 50m. Die Idee hätte sicherlich Charme, man hat ja immer mal wieder die Wiedereinführung einer Straßenbahn diskutiert (Boris Palmer). Die SSB müsste für ein solches Vorhaben eine Hebebühne in einer ihrer Werkstätten installieren, die die Wartung und Anpassung eines solchen Fahrzeuges erlaubt. Einen B-Wagen für Stuttgart herrichten ist sicherlich machbar. Er würde auch bei normaler Witterung und Beladung solange alle Fahrmotoren arbeiten die Berge hoch und runter kommen. Was den Dauereinsatz und thermischer Belastung der Bremse angeht steht auf einem anderen Blatt. Schöner Gedanke, aber eher auch unrealistisch.

Ich hoffe mit meinen Gedanken die Diskusion im Thread etwas zu bereichert zu haben.

VG

Ja hast du Wink Einen solchen B-Wagen habe ich mir auch schonmal überlegt, gerade wegen der Problematik mit dem Bogenradius. Mir kam da schonmal die Idee in den Sinn eine Art DT8 zu bauen, der ähnlich wie der GT4 oder der Siemens Avenio über einen Längsträger verfügt, auf dem ein zusätzliches Gelenk gelagert sein könnte. Dadurch, dass es sich um ein Hochflurfahrzeug handelt, müsste es recht locker genügend Platz unterhalb des Fußbodens geben, da ja die Trittstufen weg sind und auch die technischen Einrichtungen nicht mehr so platzintensiv sind wie früher. Im Wagenkasten muss man halt das mittlere Fenster opfern, aber die Türen können an den gleichen Stellen sein, wie beim DT8, damit auch die Türmarkierungen an den Haltestellen passen. Wenn das Drehgestell an seiner heutigen Position bleibt, braucht man evtl. nichtmal eine neue zusätzliche Hebebühne.

Klar, man bekommt vielleicht keinen 25 Meter-Radius hin, aber kleiner als beim DT8 allemal, vielleicht 35 Meter. Das würde womöglich neue Streckenführungen zulassen, wie etwa in Ludwigsburg oder im Stuttgarter Osten.