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Stadtbahn auf der Strohgäubahn?
#1
Es gibt z.Z. überlegungen die Strohgäubahn in das Stadtbahnnetz zu intigrieren. Nachdem eine Zweisystemstadtbahn nach Karlsruher Vorbild vor ein paar Monaten wegen mangelnder Rentabilität (vor allem wegen des Nordabschnittes nach Neuhausen) gescheitert ist, überlegt man sich jetzt offenbar die Stadtbahn vom Korntaler Bf durch einen ca. 1,5 km langen Tunnel bis zur U6-Trasse zu führen, die zwischen den Haltestellen Landauer Straße und Feuerbach Pfostenwäldle erreicht würde.

Die Kosten für das Projekt werden mit ca. 100 Mio Euro angegeben.
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#2
Was Man sich so alles überlegt....
Ich wusste noch garnicht, dass wir soooooo viel Geld übrig haben, ich nehms aber gerne Wink
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#3
Na ja, die Region Stutgart hatte ja eigendlich eine scheinbar billigere Variante in Form einer Zweisystemstadtbahn verfolgt, daraus wurde dann aber nichts, da zu teuer. Lese dazu auch die folgende PM der Region Stuttgart:

Zitat:Verkehrssystem in der Region so gut, dass zusätzliches 2-System als Durchmesserlinie wirtschaftlich nicht tragfähig
28.09.2006

Machbarkeitsstudie 2-System-Strecke
Der Verband Region Stuttgart und die Landkreise Esslingen und Ludwigsburg haben im letzten Herbst eine Machbarkeitsstudie für eine 2-System-Strecke aus dem Strohgäu durch Stuttgart auf die Filder nach Neuhausen beauftragt. Zuvor waren in einer Vorstudie denkbare Strecken untersucht worden, aus denen sich die Strecke Strohgäu – Stuttgart – Filder als die sinnvollste ergeben hat.

Die heute vorgestellten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie weisen die Kosten, ein denkbares Betriebskonzept sowie die verkehrlichen Wirkungen und den Nutzen aus. Darüber hinaus können eine Vielzahl von weiteren Planungshinweisen gewonnen werden. Die Infrastrukturkosten für die Gesamtstrecke von Heimerdingen über Korntal, Zuffenhausen, Feuerbach, dann über die Stadtbahn zum Pragsattel bis Leinfelden und weiter über die S-Bahn bis Bernhausen und weiter nach Neuhausen betragen rund 120 Millionen Euro. Alle technischen Fragen wie die nach der Lage der Systemwechselstellen (Zuffenhausen, Leinfelden), der Leistungsfähigkeit im Stadtbahnsystem insbesondere am Pragsattel oder der Kompatibilität des Fahrzeugs mit der S-Bahn und der Stadtbahn lassen sich lösen.

Die verkehrlichen Ergebnisse zeigen, dass in den Teilräumen Strohgäu und Filder unterschiedliche Effekte ausgelöst werden. Im Strohgäu können deutliche Fahrgaststeigerungen (teilweise mehr als Verdoppelungen) durch Verlagerungen vom Auto und vom Bus auf die Schiene hervorgerufen werden. Voraussetzung dafür ist eine konsequente Ausrichtung des Busnetzes auf die Bahn. Auf den Fildern wird der Bereich Neuhausen zusätzliche erschlossen, ansonsten entstehen Verlagerungen von der S-Bahn. Insgesamt liegt der Nutzen jedoch deutlich unter den Kosten, womit eine Förderfähigkeit der Gesamtmaßnahme nach dem GVFG nicht gegeben ist.
Ergebnis ist überraschend und unerwartet, aber auch deutlich und plausibel
Das Ergebnis bedeutet, dass eine Durchmesserlinie nicht sinnvoll ist. Vielmehr sind für die Teilräume Strohgäu und Filder andere Lösungen weiter zu verfolgen. Insofern besteht Klarheit, in welche Richtungen weiter zu denken ist. Dazu liefern die Ergebnisse vielfältige Planungshinweise, die zunächst vertieft zu analysieren sind. Es zeichnet sich ab, dass für den Bereich Strohgäu Überlegungen basierend auf einem Dieselbetrieb oder ein Anschluss an Stuttgart zielführende Optionen sind. Die hohen prognostizierten Fahrgastzuwächse zeigen, dass eine Verbesserung auf der Strohgäubahn richtig ist und die derzeit getätigten Investitionen nicht vergebens sind. Für den Filderbereich spielen das Projekt Stuttgart 21 mit dem Filderbahnhof sowie die Erschließung der Neuen Messe von Stuttgart und des Fasanenhofs eine wichtige Rolle. Hier kann an frühere Untersuchungen zu Stadtbahnverlängerungen angeknüpft werden.
Erläuterungen
Mit S-Bahn und Stadtbahn sind bereits gute Verkehrssysteme in der Region vorhanden. Anders als z.B. in Karlsruhe könnte das 2-System die S-Bahn aus Kapazitätsgründen nicht ersetzen, in der Region ist die Fahrgastnachfrage auf den Hauptachsen viel höher als dass sie von Stadtbahnen bewältigt werden könnte. Aber es zeigt sich auch, dass ein 2-System als Drittes System in der Region aus wirtschaftlichen Gründen kaum Sinn macht, weil ein hoher zusätzlicher Aufwand bei überschaubarem Nutzen entsteht.

Quelle
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#4
Hmm, ich finde, für so eine lange Strecke ist die Stadtbahn einfach nicht geeignet. Meiner Meinung nach sollte man diese Strecke lieber mit Wechselstrom elektrifizieren und ins S-Bahn-Netz einbinden. Ob man dies nun über eine Flügelung der S6 macht, oder eine ganz neue Linie, evtl. nur bis Hbf (oben) oder Feuerbach ist dann Geschmackssache.

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, die Züge statt schon in Feuerbach enden zu lassen, einfach bis Hbf durchzubinden (weiterhin Dieselbetrieb).

MfG
henchen241ß
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#5
henchen2410 schrieb:Meiner Meinung nach sollte man diese Strecke lieber mit Wechselstrom elektrifizieren und ins S-Bahn-Netz einbinden.

Ein 423er dürfte vor allem in der Schwachlastzeit deutlich zu groß für die Strecke sein. Und wirklich viel länger dauert die Fahrt über die Stadtbahngleise auch nicht.
Die S6 braucht ab Korntal 14 Minuten zum Hbf, die U6 ab Löwnmarkt (dürfte Zeitlich so sein wie wenn sie dann ab Korntal durch den Tunnel fährt) 17 Minuten. Das reist´s dann Zeitlich auch nicht mehr raus.

henchen2410 schrieb:Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, die Züge statt schon in Feuerbach enden zu lassen, einfach bis Hbf durchzubinden (weiterhin Dieselbetrieb)

Das ist auch noch eine Überlegung, allerdings passt das nicht zu S21.
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#6
Mit Diesel in den Hbf wurde vor kurzem auch wieder offiziell aufgegriffen und zwar mit dem Szenario die WEG über die Fernbahngleise laufen zu lassen. Möglich sollte das werden durch den Einbau von Weichen vor Feuerbach zwischen den S- und den Ferngleisen mit Halt in Feuerbach am Fernbahnsteig.
Gruss Lars
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#7
GT4 schrieb:Möglich sollte das werden durch den Einbau von Weichen vor Feuerbach zwischen den S- und den Ferngleisen mit Halt in Feuerbach am Fernbahnsteig.

Warum auf die Fernbahngleise? Man kommt doch auch von der S-Bahn auf den Hbf-oben.
Eine Überführung auf die Fernbahngleise würde warscheinlich die Leistungsfähigkeit der Gesammtstrecke herabsetzen.
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#8
Hallo,

laut Aussage von DB Netz gibt es auf den S-Gleisen zwischen TSFE und TSN - TS keine freien Trassen mehr, wobei auf den F-Gleisen noch Platz wäre...

Lennart
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#9
br10 schrieb:laut Aussage von DB Netz gibt es auf den S-Gleisen zwischen TSFE und TSN - TS keine freien Trassen mehr, wobei auf den F-Gleisen noch Platz wäre...

Aber stell dir mal das Caos vor wenn die Züge ebenerdig auf die F-Gleise übergehen würden. In Zuffenhausen gibt´s nicht umsonst eine Kreuzungsfreie einfädelung der S6.
Und eine Kreuzungsfreie einführung auf die F-Gleise dürfte wohl zu teuer werden. Auch Flügeln in Korntal (mit der S6) kommt nicht in Frage da die S6 morgens schon in 3er Traktion fährt, und somit kein Platz für Herrenlose Strogäu-Züge ist.
Daher will man ja auf die Stadtbahn, da ist noch Platz.
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#10
Wie gesagt auf den S-Gleisen geht nix mehr. Selbst der Kompromiss die S-Gleise von Feuerbach bis Einfahrt Nordbahnhof zu benutzen um sich dann auf das Gütergleis zu verziehen ist von DB Netz rigoros abgeschmettert worden.
Gruss Lars
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