Umfrage: Würdet ihr es begrüßen wenn durch eine Privatisierung der Fahrkartenkontrollen speziell im Raum der SSB durch private Unternehmen durchgeführt werden würden?
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Ja, private Unternehmen sollten Fahrkarten kontrollieren. Die Kontrolldichte wird dabei erhöht.
15.38%
2 15.38%
Nein, die SSB sollen ihre Kontrollpolitik wie bisher weiterverfolgen.
84.62%
11 84.62%
Gesamt 13 Stimme(n) 100%
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Fahrkartenkontrollen privatisieren:
#1
Die Fahrkartenkontrollquote beim VVS sagt, dass ein Unternehmen selbst oder ein von diesem beauftragtes Unternehmen auf mindestens jeder 100. Fahrt eine Kontrolle durchzuführen hat. Diese sind auf alle Tages, Jahres und Linienäste zu verteilen.

Die Quote könnte, auch zu Gunsten der städtischen Einnahmen erhöht werden, zudem könnten so die ehrlichen Fahrgäste von stagnierenden Preisen profitieren.

Deshalb wäre es eine Option, die Fahrkartenkontrollen an ein anderes Unternehmen abzugeben (Securitas), dass als Unternehmen dann pro verwertbarem Fall eine Prämie bekommt, oder, dass sie einen Festpreis zahlen und dann alle Einnahmen bekommen. Dieses wäre sicherlich motivierter darin, Schwarzfahrer zu finden, die Kontrolldichte würde steigen, es gäbe zunächst EBE und auf Dauer weniger Schwarufahrer, so geschehen in Hannover. In verträgen könnte man die Weitergabe von Fangprämien an Mitarbeiter untersagen, um eine Jagdstimmung zu verhindern.


Deshalb hier die Frage:
Würdet ihr es begrüßen wenn durch eine Privatisierung der Fahrkartenkontrollen speziell im Raum der SSB durch private Unternehmen durchgeführt werden würden?

PS:
Ein ähnliches Konzept gab es im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung, jetz verboten, da Blitzen eine hoheitliche Aufgabe ist. Bei den Fahrkartenkontrollen ist das nicht so, und somit ausdrücklich erlaubt und weiterhin möglich.
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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#2
Führt nur das hier auch ein:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/oeffe...46570.html

Warum eigentlich nur die SSB: sollen doch mal Wöhr, Seitter, Klingel & Co überhaupt mit richtigen Kontrollen anfangen. Sichtkontrolle durch Fahrer beim Einsteigen ist wirkungslos, warum nur auf der SSB rumhacken?

Und Ahnung von Fahrscheinen und Tarifen haben die auch nicht, weil heute Kontrolleur, morgen Nachtdienst an einer Pforte, gestern Dienst im Fußballstadion.
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#3
Die Kontrollquote ist jedoch in Berlin dann auch geringfügig höher als in Stuttgart, nämlich liegt sie bei 1,27% aller Fahrgäste.
Die Schwarzfahrerquote ist jedoch nicht höher (3,87%), d.h es wurde eben nicht "effizienter" kontrolliert als in Stuttgart, wo wir immer mit einem Wert zwischen 3% und 5% rechnen (siehe "Schwarz Fahren" Thread).
Auch gibt es bereits jetzt "ungeeignete" Kontrolleure, die einfach unverschämt sind und keine Ahung haben. Das wird wohl so bleiben.

Würde man die Kontrollquote so erhöhen, das rechnerisch eine Monatskarte dann wirklich günstiger wäre als Schwarzfahren, würde man sicherlich einiges einnehmen können. (Wenn man im Monat 40-mal fährt, dauert es statistisch gesehen bis zu 2,5 Monate, bis man kontrolliert wurde und 60€ bezahlt. Das einzige hier ist eben der Straftatbestand, sonst würden das sicher einige machen. Deshalb sollte man die Kontrollquote mindestens auf 5%, wenn nicht auf einen häheren Wert abändern. Zumindest solange, bis die Zahl an Schwarzfahern zurückgeht.
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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#4
(01. 09. 2020, 23:13)Stromabnehmer schrieb: Würde man die Kontrollquote so erhöhen
Das geht auch ohne Privatisierung und prekäre Arbeitsverhältnisse.
So ein Mitarbeiter eines privaten Wachdienstes verdient weniger als ein Lehrer, dem man nur 3/4 seines Gehaltes bezahlen würde, müsste dann aber die von Dir erhöhten Kantinenpreise bezahlen - sofern er als Fremdmitarbeiter nicht ohnehin Aufpreis bezahlt, daher die Kantine meidet und die Kantine somit Umsatz verliert.
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#5
Es wird im Bereich der Lebensmittel und der Gastronomie gerade überall teurer. Warum sollte die SSB denn da eine Ausnahme sein?
Bei meinem Bäcker kostet die Brezel jett auch 87 Cent. Ich glaube kaum, das er deshalb eine Brezel weniger verkauft als für 85 Cent.
Wenn man an Personalkosten sparen kann, u.a. durch Weitergaben von Kontrollrechten, dann spricht dich wirtschaftlich betrachtet nichts dagegen, es gelten die Gesetze des Marktes.
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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#6
Die Leute werden richtig froh sein, wenn sie demnächst (vsl. spätestens in ca. 6 Wochen) 90 Cent  kostet  Wink
I muß di Stroßaboh no kriaga, denn laufa well i nedd >> Wolle
[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#7
(01. 09. 2020, 23:59)Micha schrieb: Die Leute werden richtig froh sein, wenn sie demnächst (vsl. spätestens in ca. 6 Wochen) 90 Cent  kostet  Wink
Wieso 6 Wochen? Ich würde das zum 01.01. erwarten, wenn die MwSt wieder hochgesetzt wird (sofern diese Maßnahme nicht nochmal verlängert wird).
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#8
Es wäre mir egal, ob ich von der SSB oder von Securitas im Fahrzeug kontrolliert werde. Wenn es dann aber mal zu einem Streitfall kommt, wil ich mich nicht mit der Dienstleisterfirma rumärgern müssen, sondern mit dem Verkehrsbetrieb, weil ich bei denen ja auch das Ticket erwerbe.

Gruß aus Hamburg
... wünscht sich, dass die SSB der Hochbahn mal zeigt, wie ÖPNV richtig geht!
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#9
(02. 09. 2020, 16:24)FoxMcLoud schrieb: Es wäre mir egal, ob ich von der SSB oder von Securitas im Fahrzeug kontrolliert werde. Wenn es dann aber mal zu einem Streitfall kommt, wil ich mich nicht mit der Dienstleisterfirma rumärgern müssen, sondern mit dem Verkehrsbetrieb, weil ich bei denen ja auch das Ticket erwerbe.
Ich will mich gar nicht herumstreiten müssen. Wenn ich ein gültiges Ticket habe, dann habe ich eines.
Und das Problem haben dann die, die warum auch immer nicht herumstreiten können, weil sie irgendwann nicht mehr vor Ort sind.
Siehe meinen Link zu Berlin, das war ja dort kein Einzelfall.
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