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Coronavirus: Maskenpflicht im ÖPNV
#11
(22. 08. 2020, 13:25)Holger schrieb: Da das Virus im Laufe der Zeit weniger gefährlich sein soll, halte ich für einen ziemlichen Unsinn. Wo hast Du diese Aussage denn her?
Es gibt Berichte von NTV (1) (2), daß es Zeichen gibt, daß die Coronaviren durch die Mutation zwar infektiöser, aber weniger gefährlicher werden.

Zum eigentlichen Thema: Mir fällt in der S-Bahn ab und zu mal auch einige Menschen auf, die keine Masken tragen, nicht, weil ich das nichttragen als unhöflich empfinde, sondern als Verstoß gegen die aktuelle Verordnung* sehe. Dennoch werde ich niemanden persönlich ansprechen, daß sie die Masken anlegen sollen, da ich weiß, daß Ausnahmeregelungen die Maskenlosigkeit erlauben. Aber: Ich werde in der S-Bahn schauen, daß ich den Abstand (auch mit Maske) zum Gegenüber einhalte und zwar im 4-er Sitzgruppe. Mehr als 2 Personen pro 4er ist für mich zum hinsetzen ein absolutes Ausschlußkriterium. Und wenn jemand sich erdreistet, die Platzdichte in der 4er-Gruppe zu erhöhen, verlasse ich den Platz und suche einen anderen Platz, wo nur eine Person sitzt oder komplett leer ist!

Und was mir noch mehr Sorgen macht ist, meine eingeschränkte Freiheit bzw. Möglichkeit, einen passenden Sitzplatz (Am Platz, an dem ich sitzen möchte, sollten die Fenster links und rechts komplett sauber sein, gegen die natürliche Verschmutzung ist nichts zu machen) zu finden, wenn der betroffene Bereich, insbesondere die Fenster mit Graffities verschmiert sind.

*Und aus dem Grund demonstrieren immer mehr Menschen verbreitet gegen solche Maßnahmen und Verordnungen.
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#12
Ja, das sind vielversprechende Beobachtungen. Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. (BTW: Es ist nur ein Bericht :-) Bei NTV muss man auch immer ein bisschen aufpassen. Die gehören für mich auch schon ein wenig zu den Revolverblättchen. Aber es ist zumindest ein Bericht. Es steht allerdings auch drin dass solch eine Mutation nicht ungewöhnlich ist. Trotzdem möchte ich auch mit der Variante G nicht unbedingt Bekanntschaft machen. Diese Variante ist laut Bericht ansteckender, als die gefährlichere Variante D. Also für mich kein Grund, die Maskenthematik in irgendeiner Weise zu verändern, solange man die Krankheit nicht behandeln kann.

Was Deinen Freiheitsdrang bezüglich des Sitzplatzes angeht kann ich nur sagen: Hut ab, wenn Du keine größeren Probleme hast. Da gibt es deutlich unangenehmeres in den Bahnen, z.B. überfüllte Bahnen oder Bahnen mit defekter Klimaanlage bei den aktuellen Temperaturen.
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#13
Google findet ähnliche Berichte nicht nur bei n-tv sondern wahlweise auch bei diversen seriösen Medien. Die Berichte sind alle von gestern oder heute, vermutlich gehen sie also auf die selbe Studie/Veröffentlichung zurück.

Es gibt also unterschiedliche Varianten des Virus. Erkranken möchte ich an keiner dieser Varianten. Und ich sehe im Herbst/Winter große Probleme auf uns zukommen, wenn 1.) sich alle vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, was die Übertragung exponentiell ansteigen lassen wird, und 2.) sowieso jeder wegen normaler Erkältung hustet und schnieft, und niemand mehr auseinanderhalten kann wer eine Erkältung und wer Corona hat. Die Testkapazität wird bis an den Anschlag ausgereizt werden müssen und trotzdem werden die Ansteckungen hochschnellen.

Vor diesem Hintergrund kann ich den Leichtsinn einiger weniger echt nicht nachvollziehen. Sie gefährden damit aber uns alle (auch sich selbst aber das ist für mich ein schwacher Trost).
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#14
(22. 08. 2020, 13:25)Holger schrieb: Asthmatiker z. B. wären für mich eine Gruppe, die mit der Maske ein Problem haben könnten, aber das würde dann ein Arzt bescheinigen können.

Als Asthmatiker kann ich Dir dir allerdings versichern, dass 1.) eine Maske für mich und andere mir bekannte Asthmatiker kein Problem darstellt, und 2.) wir diese schon aus Eigeninteresse tragen, da wir zur Risikogruppe zählen.
Ich kann daher als wirklich Betroffener niemanden ernst nehmen, der behauptet, aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen zu können. Wenn einer damit ein Problem hat, dann soll derjenige sich halt mal langsamer bewegen, dann geht es wieder, statt zum Arzt zu rennen. Diejenigen, die mit Maske wirklich ein gesundheitliches Problem bekommen, die bekommen es bei einer Ansteckung erst recht. Und dass es Ärzte gibt, die Atteste ausstellen, ohne den Patienten überhaupt gesehen zu haben, ist auch bekannt.

Und genau dieses Verhalten von Maskenmuffeln mit "Attest" ist für mich der Grund, den ÖPNV derzeit nicht zu nutzten.

Ich habe mit sogar schon überlegt, mir auch ein Attest zu holen, nur um damit zeigen zu können, dass es Leute gibt, die trotz Attest Maske tragen und so ein Attest wertlos ist.
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#15
(22. 08. 2020, 16:12)Jack Lanthyer schrieb: Zum eigentlichen Thema: Mir fällt in der S-Bahn ab und zu mal auch einige Menschen auf, die keine Masken tragen, nicht, weil ich das nichttragen als unhöflich empfinde, sondern als Verstoß gegen die aktuelle Verordnung* sehe.

*Und aus dem Grund demonstrieren immer mehr Menschen verbreitet gegen solche Maßnahmen und Verordnungen.

Übertragen: weil sich einige Autofahrer nicht an Geschwindigkeitslimits halten weil diese nicht flächendeckend kontrolliert werden, sind Geschwindigkeitslimits also eine Einschränkung persönlicher Freiheit und man muss Demonstrationen gegen Geschwindigkeitslimits durchführen, bei welchen man sich dann auch nicht an die Geschwindigkeitslimits hält.

Interessante Auffassung, muss ich mir merken.
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#16
(22. 08. 2020, 18:51)dt8.de schrieb:
(22. 08. 2020, 13:25)Holger schrieb: Asthmatiker z. B. wären für mich eine Gruppe, die mit der Maske ein Problem haben könnten, aber das würde dann ein Arzt bescheinigen können.

Als Asthmatiker kann ich Dir dir allerdings versichern, dass 1.) eine Maske für mich und andere mir bekannte Asthmatiker kein Problem darstellt, und 2.) wir diese schon aus Eigeninteresse tragen, da wir zur Risikogruppe zählen.
Ich kann daher als wirklich Betroffener niemanden ernst nehmen, der behauptet, aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen zu können. Wenn einer damit ein Problem hat, dann soll derjenige sich halt mal langsamer bewegen, dann geht es wieder, statt zum Arzt zu rennen. Diejenigen, die mit Maske wirklich ein gesundheitliches Problem bekommen, die bekommen es bei einer Ansteckung erst recht. Und dass es Ärzte gibt, die Atteste ausstellen, ohne den Patienten überhaupt gesehen zu haben, ist auch bekannt.

Und genau dieses Verhalten von Maskenmuffeln mit "Attest" ist für mich der Grund, den ÖPNV derzeit nicht zu nutzten.

Ich habe mit sogar schon überlegt, mir auch ein Attest zu holen, nur um damit zeigen zu können, dass es Leute gibt, die trotz Attest Maske tragen und so ein Attest wertlos ist.
Das kann ich nur bestätigen, weder mich mit Trichterlunge, noch eine Kollegin mit Asthma und Hausstaubalergie stören die Masken. Maskenmuffeln aus Gründen der "Bequemlichkeit" ist das Letzte. Bei FFP2 wird es auf Dauer anstrengend, aber die sollten nicht nötig sein, wenn ALLE sich versntwortungsvoll verhalten.

Wir haben beide ein Attest, und nehmen trotz diesem Attest als Lehrer vor bis zu 30 Schülern den Präsenzunterricht an unserer Schule wahr. Und auch da nerven die Maskenmuffel. Und nicht wenige. Bis man das kontrolliert. Wenn man das kontrolliert und mit Bemerkungen, Einträgen und Strafarbeiten arbeitet, hat man irgendwann die nötige Disziplin. Interessant: Insbesondere in sozial "brennpunktartigen" Klassen ist das nötig, sowie bei den älteren Schülern Klasse 10 und aufwärts.

Um den Bogen zu den Bahnen zu schließen:
Es gibt meiner Meinung nach keine billigere und weniger einschneidende Maßnahme, das Virus klein zu halten, als eine Pflicht zum Tragen von Masken durchzusetzen. Insbesondere in den Bahnen. Wenn man das nicht kontrolliert, klappt das halt nicht. Eine einfache Durchsetzung ist einfach nötig, sonst wird das mit der Disziplin nie was.

Ergo:
Meiner Meinung nach ist die Frage nicht, ob wir die Maskenpflicht durchsetzen, sondern wie und das wir sie durchsetzen.
So, wie es im Moment ist, kann es nicht bleiben, es braucht hier auch keine Evolution, sondern eine Revolution.
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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#17
(22. 08. 2020, 16:58)Holger schrieb: Was Deinen Freiheitsdrang bezüglich des Sitzplatzes angeht kann ich nur sagen: Hut ab, wenn Du keine größeren Probleme hast. Da gibt es deutlich unangenehmeres in den Bahnen, z.B. überfüllte Bahnen oder Bahnen mit defekter Klimaanlage bei den aktuellen Temperaturen.
Stichwort Klimaanlage:
Gestern in der S6 mit S60 von Feuerbach nach Weil der Stadt und Böblingen:
In Feuerbach ist der Zug mit offenen Fenstern eingefahren, ich habe mich bewusst in den leeren, unklimatisierten Teil gesetzt, Fensterlüftung und Abstand sind mir geheuerer als Klimaltisierungsanlage. In Zuffenhausen dann der Hinweis: Bitte in den hinteren Teil umsteigen, die Fahrgastraumkühlung ist aus bedauerlichen Gründen nur eingeschränkt funktionsfähig (=kaputt). Niemand bewegt sich. Dann in Korntal wird der vordere Zugteil mittels einer sehr energischen Ansage für alle nicht Weil der Städter "geräumt" und diese hatten die tolle Möglichkeit, in einem Kurzzug (hintere S60) (war nur Vollzug) miteinander zu kuscheln. Ich habe dann einfach den nächsten Zug genommen und mich verarscht gefühlt.

A. Warum hat man den in Korntal halb geräumt?
B. Warum hat man den Zug nicht einfach von Beginn an gesperrt, wenn man doch davon wusste und die Fenster offen waren.
C. Ist es besser, einmal Gruppenkuscheln zu betreiben, oder besser, ohne Klimaanlage Abstände einzuhalten?
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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#18
Im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Maskenpflicht in Bahnen wird immer wieder seitens der Verkehrsunternehmen damit argumentiert, dass es den Zugbegleitern nicht zuzumuten sei, sich mit notorischen und aggressiven Maskenverweigerern zu beschäftigen.

Da denke ich mir jedoch, dass es deren Job ja auch ist, sich mit Schwarzfahrern herumzuärgern, die ebenfalls uneinsichtig sein können und dabei aggressiv werden.
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#19
Hallole,

was habt ihr für eine Idee für mich?
Zwar bin ich seit März im Homeoffice. Aber demnächst findet ein Workshop statt, bei dem ich auch dabei sein soll. Muss also um 9 Uhr in der Arbeit sein, und bin bis dahin eine Stunde quer durch die Stadt unterwegs.
Die U12 war zu dieser Uhrzeit früher ab Hallschlag wirklich gut gefüllt bis zum HBF und dann zwar weniger bis Degerloch, aber das sind trotzdem rund 25 Minuten. Auch wenn jetzt weniger Leute fahren, werden meiner Vermutung nach, sämtliche 4er Plätze mit mindestens 2-3 Personen besetzt sein.
Ich bin zwar "nur" stark sehbehindert. Aber das hat die Gefahr, dass ich oft die Abstände nicht gut einschätzen kann, und es dann, wenn ich mich irgendwo dazu setze zu Diskussionen führen kann. Darauf habe ich keine Lust, und vor der Nähe der anderen Leute, ggf. vor Maskenmuffel habe ich noch weniger Lust.

Mit dem Taxi in die Firma fahren wird teuer, das würde rund 60 EUR einfach Fahrt kosten.

Muss ich nun meine Gesundheit aufs Spiel setzen, um zur Arbiet zu kommen???

Grüßle
AFu
[Bild: 3320-Front-DSO.jpg]
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Stuttgarts Straßen- und Stadtbahnlinien im Internet:
http://www.ssb-linien.de
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#20
Ob es dich beruhigt oder nicht sage ich mal, dass man sich nie an Abstände halten kann und och es nich nie erlebt habe, dass jemand deshalb Ärger hatte. Ob du fährst musst du entscheiden, aber Ärger sehe ich da nicht für dich.
Auch ist die SSB ja relativ unproblematisch, was Maskenmufflis betrifft, wenn man früh genug dran ist. Das Anateckungsrisiko ist aber in jedem Fall gering 2000:81 mio., was jedoch nicht beruhigt.
"Bitte verlassen Sie den Bereich der offenen Türen, damit wir unsere Fahrt fortsetzen können."
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