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[EXTRA] ,Altpapier': von Billets, Fahrscheinen und Tickets...
#11
Pencil 
Das sind die Nummern der Zahlgrenzen, wobei 0 = Schloßplatz.

Der Einsteigepunkt (Fahrtbeginn) wurde mit der Stempelspitze (Dreieck) markiert.
Bei Selbstbedienung am Entwerter waren dieses Felder natürlich nicht maßgeblich.

Bei Mehrfahrtenkarten musste (von Hand) immer von ,oben nach unten' gestempelt werden,
da der Entwerter entgegengesetzt, also von ,unten nach oben' stempelte.
I muß di Stroßaboh no kriaga, denn laufa well i nedd >> Wolle
[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#12
Heute mal verschiedene Fahrscheine mit aufgedrucktem Netzbild, wie sie im Lauf der Zeit ausgegeben wurden.
Sie lösten 1919 die sog. ,Listen-Fahrscheine' ab und waren im Prinzip bis 1971 in Gebrauch.

Die Bilder zeigen Beispiele des Straßenbahn-Tarifs (und derjenigen Autobus-Linien, die darin einbezogen waren).
Seit 1934 mit farbigem Preisaufdruck und entsprechenden Farbstreifen am unteren und oberen Rand.

Ab 1968 wurde für eine Fahrt beliebiger Länge lediglich eine Preisstufe berechnet.
Damit verlor das Teilstrecken-Schema auf dem Schein seine eigentliche Bedeutung.
Es war aber dennoch zur Orientierung hilfreich, quasi als kleine Übersicht für's Portemonnaie.

Der im Bild unterste, grüne Schein wurde in der Linie 21 an der Oberen Ziegelei gelöst.
Daher auch der Name ,lösen': nämlich vom (Fahrschein-)Block.

Abfolge dieses Stempels (von links nach rechts):
Dreieck (oder V) auf Einstiegs-Haltestelle, Nr. Stempel, Zahlgrenze, Linie, Datum (Tag), Uhrzeit.
Die Ära der ,Blaustifte' war hier also schon passé.

[Bild: sammlg_michael_p_stgt8ikof.jpg]
Foto: Sammlung Michael P., Stuttgart (2019) @ Bahnforum S
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[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#13
Hallo,
jawohl, diese Sorte kenne ich auch noch.
Ein paar Ergänzungen:
Der abgebildete 40Pfg.-Fahrschein mit gelbem Rand war der Kinderfahrschein zum ebenfalls abgebildeten 80Pfg.- Fahrschein mit grünem Rand.
Interessant ist an dieser Sorte, dass unten rechts im Eck die letzte Überarbeitung des Netzplanes vermerkt ist. Dieses Datum stellte nicht den aktuellen Tarif-Stand dar. Insofern wäre es sicher auch interessant, die Scans mit komplettem Fahrschein zu machen.
Dieser Typ war bis Ende 1971 verwendet. Danach und bist Sept. 1978 gab es bei den Stuttgarter Straßenbahnen SSB für Strassenbahnen und Innenbuslinien (mit Nummern) Einzel-Fahrschein nur für 'beliebige Länge'. Darauf war ein Raster mit Bezirksnummern, die mit der Stempelspitze markiert den Einstieg bzw. Kauf für Kontrollen zeigten.
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#14
Pencil 
In Ergänzung hier noch die (Zeichnungs-)Daten der jew. Netzbilder, von oben (15 Pfg.) nach unten (80 Pf.):

Febr. 1934: mit der Stichstrecke in Weil im Dorf vom Löwen zum Rathaus (!)
Aug. 1954: noch mit Strecke via Kanzlei- und Calwer Straße
März 1969: Besonderheit, da als Jubiläums-Fahrschein mit Aufdruck zum 29.7.1978 ausgegeben
Okt. 1956: jetzt mit den Linien C, V, Ya u.a.
Aug. 1959: zusätzl. Linien He, Ro u.a.
März 1969: sh. Anm.



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[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#15
Photo 
Tages-Netzkarte Stufe ,J' (Jugendliche bis 20 J.) - gültig auch auf den Li. D und L (bis Solitude).
Aus der ersten SSB-Serie (Erstausgabe  27.6.1977); Abb. unbearb.
[Bild: copyright_micha_p_stghpkin.jpg]
Foto: Sammlung Michael P., Stuttgart, 2020 @ Bahnforum S
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[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#16
Falls jemand großes Interesse an alten Fahrscheinen hat, kann er ja mal dem Herrenausstatter Gessler in Möhringen einen Besuch abstatten. Dort hängen - gerahmt - alte Filderbahn-Fahrkarten in der Umkleidekabine.
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#17
Question 
Danke für den Tipp.

Suche noch ne Fahrkarte aus dem letzten Betriebsjahr * Neuhausen (F) - Leinfelden  (*planmäßiger Personenverkehr).
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[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#18
Auch ich habe eine große Fahrkarten- und Fahrscheinsammlung, in die ich keine Thermo-Ausgaben aufnehme. Trotzdem sollte man den eigentlichen Zweck der Fahrscheine nicht vergessen: Eine banale Quittung für bezahltes Fahrgeld.
Dass hierzu die Unternehmen nach einfachen, möglichst sicheren und auch sinnvollen Lösungen suchen, kann ich gut verstehen. Ich finde es großartig, welche breite Angebotspalette z.B. aus den Verkaufsmaschinen in Bussen möglich sind. Und das alles auf eine Sorte 'Papier'. Für mich ist auch klar, dass Tintenstrahl-, Nadeldrucker usw. deutlich aufwendiger sind, als die feinen heißen Nadeln. Und solange man klaglos diese Technik in jedem Laden akzeptiert, sollte man auch die Abfallberge alleine durch Fahrscheine nicht überbewerten.
Übrigens kann man diesen Abfall durch eine Jahreskarte oder die Fahrschein-Apps. auch völlig vermeiden. Zu den Abreißblöcken wird man ganz sicher nicht zurückkehren.
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#19
Question 
Zeig doch mal was davon, würd mich interessieren.
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[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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