Themabewertung:
  • 3 Bewertung(en) - 3.67 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
[Ba-Wü] Reaktivierung von Bahnstrecken
#11
(02. 05. 2019, 08:26)Jack Lanthyer schrieb: wenn die Gleise vorhanden sind.
Das Vorhandensein der Gleise ist für eine Reaktivierung für leistungsfähigen Verkehr nahezu irrelevant, Gleise die jahrzehntelang brach lagen müssen sinnvollerweise sowieso ersetzt werden. Dazu kommen viele andere vielfach höhere Kostenfaktoren.

Zitat:Vorschriften, wie 76 cm zu kommen.
Der Hersteller kann genausogut wenn nicht sogar besser Fahrzeuge mit 76cm Einstiegshöhe liefern. Ansonsten richtet man sich natürlich nach den Einstiegshöhen des umliegenden Netzes bzw. der evtl. Vorhandenen Bestandsfahrzeuge.

Zitat:[*]Rollstuhltauglicher Zugang zum Bahnsteig mittels Rampen

Das ist auf Nebenbahnen sowieso Standard, allein schon aus Kostengründen, wenn es nicht sowieso die topografisch einfachere Lösung ist.

Zitat:[*]Besserer Regenschutz für die Kunden (?).
Ich weiß ja nicht wo du deine Referenz her nimmst, wenn du von "besser" sprichst. Der Kostenfaktor für eine Unterstellmöglichkeit spielt eine sehr geringe Rolle, noch dazu ist das eigentlich Standard.

Zitat:[*]Anhebung der zulässigen Streckenhöchstgeschwindigkeit, wenn es möglich ist und die Physik es „erlaubt”.

Dafür muss man zwangsweise die Gleise erneuern, siehe Punkt 1. Ansonsten erreicht man auf Nebenbahnen eine Fahrtzeitverkürzung eher durch den Einsatz spurtstarker Fahrzeuge und Ausbau der Infrastruktur.
Zitieren
#12
(02. 05. 2019, 09:10)Inselschreck schrieb:
(02. 05. 2019, 08:26)Jack Lanthyer schrieb: wenn die Gleise vorhanden sind.
Das Vorhandensein der Gleise ist für eine Reaktivierung für leistungsfähigen Verkehr nahezu irrelevant, Gleise die jahrzehntelang brach lagen müssen sinnvollerweise sowieso ersetzt werden. Dazu kommen viele andere vielfach höhere Kostenfaktoren.

Technisch richtige Antwort. Juristisch aber meist so, dass die Strecken, wo die Gleise noch liegen, auch noch in Betrieb befindlich sind (z.B. Güterverkehr), was eine Reaktivierung "etwas" vereinfacht.
Zitieren
#13
Auch müssen im Falle von Reaktivierungen keine Häuser abgerissen und keine Grundstücksbesitzer entschädigt werden. Ferner entfällt der größte Teil der geologischen Vorarbeiten. Alles im Falle eines (wirklichen) Neubaus enorme Kostenfaktoren.
Zitieren
#14
Photo 
15.12.19: Engstingen-Gammertingen reaktiviert
https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y...type=pc%2F
SWR aktuell (19.45h) - ab Min. 3:25
I muß di Stroßaboh no kriaga, denn laufa well i nedd >> Wolle
[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
Zitieren
#15
(15. 12. 2019, 22:02)Micha schrieb: 15.12.19: Engstingen-Gammertingen reaktiviert
Allein der Blick darauf reicht aus, um nachzuschauen, was die Reaktivierung Engstingen-Gammertingen gebracht hat:
Im Gegensatz zur Schönbuchbahn ein deutlich schlechter Fahrplan. Keinen sauberen Fahrplantakt (mindestens stündlich auf der kompletten Strecke von Schelklingen nach Gammertingen sollte das Kriterium sein), kann man bei so was die Fahrgäste überhaupt überzeugen, ihr Auto stehen zu lassen und mit dem Zug zu fahren?

Da im KBS 789 eine "Anschlußstrecke" von/nach Ulm inkludiert ist, mal eine Frage: Ist es überhaupt möglich, zukünftig eine stündliche direkte Verbindung von Ulm nach Sigmaringen über Gammertingen einzurichten und vor allem: Beschleunigt und ohne extra lange Aufenthalten?
Zitieren
#16
Wenn man sich den Fahrplan anschaut, so gibt es Samstags gar keine fahrten von Gammerdingen nach Kleinengstingen. An Sonntagen nur vom Mai bis Oktober 2 Züge den ganzen Tag und sonst auch kein Zug. Schöne Versprechungen unseres grünen Verkehrsminister. So einen schlechten Fahrplan an Samstagen und Sonntagen ist doch ein Betrug an den Fahrgästen.
Zitieren
#17
Von einer Verbesserung kann hier nicht unbedingt die Rede sein. Der Fahrplan ist eher auf den Schulverkehr abgestimmt. Es wird wohl die Stadtbahn von Reutlingen her brauchen um den Zugverkehr auf der Alb in einen Taktfahrplan zu integrieren.
Zitieren
#18
(15. 12. 2019, 23:49)Jack Lanthyer schrieb: Im Gegensatz zur Schönbuchbahn ein deutlich schlechter Fahrplan. Keinen sauberen Fahrplantakt (mindestens stündlich auf der kompletten Strecke von Schelklingen nach Gammertingen sollte das Kriterium sein), kann man bei so was die Fahrgäste überhaupt überzeugen, ihr Auto stehen zu lassen und mit dem Zug zu fahren?

Da im KBS 789 eine "Anschlußstrecke" von/nach Ulm inkludiert ist, mal eine Frage: Ist es überhaupt möglich, zukünftig eine stündliche direkte Verbindung von Ulm nach Sigmaringen über Gammertingen einzurichten und vor allem: Beschleunigt und ohne extra lange Aufenthalten?

Bei der momentanen Streckeninfrastruktur und den aktuellen Fahrzeiten wird man auch mit einem Stundentakt niemanden überzeugen können, die Strecke ist von der Infrastruktur eher mit der unteren Wutachtalbahn (Sauschwänzlebahn) zu vergleichen. Eigentlich eine Museums- und Ausflugsbahn, welche erste Aufgaben im Schüler- und Berufsverkehr übernimmt.

Mit einer Streckengeschwindigkeit von 50 km/h dürfte es mit einer beschleunigten Verbindung Ulm - Gammertingen - Sigmaringen auch mittelfristig nichts werden.
Zitieren
#19
Pencil 
(17. 12. 2019, 20:35)Georg Unsöld schrieb: [...] Schöne Versprechungen unseres grünen Verkehrsminister [...]
Wie wär's dann mit 'nem neuen Thema;
z.B.: ,Stillgelegte Schienenstrecken in Ba-Wü - von 1952 bis 2011' !?

I muß di Stroßaboh no kriaga, denn laufa well i nedd >> Wolle
[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
Zitieren
#20
Das Land BaWü prüft derzeit 41 von 75 stillgelegten Bahnstrecken, inwieweit eine Reaktivierung sinnvoll ist: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal...a4e6e.html
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste