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Vierter Stadtbahnbetriebshof Weilimdorf
#31
(27. 02. 2018, 19:57)SSB-Weil schrieb: Wie sehen Sie einen Standort am heutigen Wertstoffhof? Ist eine Untertunnelung der S-Bahn realisierbar? Oder gleich auch die B295 unterfahren?
der Standort ist vollkommen ungeeignet.
1. die nahezu quadratische Fläche eignet sich dafür überhaupt nicht, auf der Fläche fänden höchstens ca. 35 Züge Platz.
2. wie stellt man sich die Untertunnelung denn vor? allein schon die Unterführung der S-Bahn wäre sehr aufwendig, würde man von da aus die Hemminger Straße untertunneln wäre auf jeden Fall ein 2-stelliger Millionenbetrag fällig, den wird weder die SSB noch die Gemeinde Weilimdorf zahlen, vor allem weil der Nutzen ja minimal wäre.
3. wo soll dann der Wertstoffhof dafür hin?

desweiteren möchte ich mal auf ein paar Sachen auf der Website eingehen:
Zitat:Das Landschaftsschutzgebiet westlich Weilimdorfs mit dem angrenzenden Fasanengarten [...]Dies alles wird bedroht durch den geplanten Bau[...]
Eine übertriebene Aussage, das was bebaut wird liegt streckenmäßig sowieso an einer stark befahrenen Straße, zum anderen liegt der Betriebshof auch weit weg vom Fasanengarten. zudem muss man auch die Nachhaltigkeit des Rasenlgleises bedenken.
Zitat:Eine Zuführung direkt entlang der B295 innerhalb des Geländeeinschnitts
Dem Punkt kann ich nur zustimmen, die Brücken müssen wahrscheinlich neu gebaut werden, denn im Gegensatz zur U6 zum Flughafen hat man beim Bau der Brücke keinen weiteren Platz daruner vorgesehen.
Zitat:Jegliche großfläche Bebauung im Westen Weilimdorfs lehnt das Aktionsbündnis kategorisch ab.
von großflächig kann meiner Meinung nach keine Rede sein, siehe auch meine Ausführungen weiter oben.

Thema Frisch-/Kaltluftschneise:
zum einen läge der Betriebshof sowieso mehr oder weniger im "Windschatten" des Gebäudes "Konica", zum anderen frage ich mich wieso Caverion in dieser Schneise bauen durfte.
desweiteren muss angemerkt sein, dass ein Depot zum einen ein sehr flaches Gebäude ist (was auch dachbegrünt werden kann...), zum anderen so gut wie keine Luftbelastung entsteht. das Gebäude ist zu großen Teilen nicht beheizt, auch Wärme wird eher wenig erzeugt, da die Züge ohne Heizung abgestellt werden und auch morgens das Gelände schon wieder verlassen.

Thema Obsthof: warum verlegt man den denn nicht an die Fläche des Wertstoffhofes?

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#32
Es hängt natürlich davon ab, ob man betroffener Anwohner ist oder nicht! Und ob man Weilimdorf als seine Heimat bezeichnet.
Grundsätzlich sind wir nicht gegen einen Standort auf der Gemarkung Weilimdorfs. Aber nicht in Ortsrandlage!

Wie vielen Weilimdorfen liegt es dem Aktionsbündnis vieles daran, dass der Bereich westlich von Weilimdorf unbebaut bleibt. Wenn hier ein Betriebshof hinkommt, dann dauert es nicht mehr lange, bis das nächste Gewerbe angesiedelt wird. Es gab schon genügend Diskussionen im Weilimdorfer Gemeinderat darüber.

Beim Thema Frisch-/Kaltluftschneise hat die Stadt in den letzten Jahren viele Ausnahmen (im ganzen Stadtgebiet) gemacht. Das Gebäude von Caverion gehörte ursprünglich Meissner+Wurst und stammte aus einer Zeit, als man sich mit dem Thema noch nicht näher beschäftigt hat. Laut heutigen der LSG-Verordnung wäre das heute absolut undenkbar. Das sieht auch das Umweltamt der Stadt Stgt so.

Ich hoffe, die SSB wird weiter mit den Bürgern den Dialog suchen. Lesen Sie doch auch noch die Diskussion bei einem unserer Beiträge:
https://ssb-depot-weilimdorf.de/wir-sage...er-strasse




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#33
(27. 02. 2018, 21:53)SSB-Weil schrieb: Wie vielen Weilimdorfen liegt es dem Aktionsbündnis vieles daran, dass der Bereich westlich von Weilimdorf unbebaut bleibt. Wenn hier ein Betriebshof hinkommt, dann dauert es nicht mehr lange, bis das nächste Gewerbe angesiedelt wird. Es gab schon genügend Diskussionen im Weilimdorfer Gemeinderat darüber.

Ich kann das Anliegen schon verstehen, das allerdings würde ich genau andersherum sehen. So lange auf der anderen Seite der Flachter Straße ein Feld ist, besteht immer die Versuchung, davon etwas abzuknapsen und es dem Gewerbegebiet zuzuschlagen. Wenn dort allerdings ein Stadtbahnbetriebshof ist, wirkt dieser als Barriere und verhindert so die weitere Ausbreitung des Gewerbegebiets, da man die restlichen Freiflächen nicht mehr so einfach mit einer Straße erschließen kann.

In Möhringen gibt es ja eine ähnliche Situation (hier bin ich betroffener Anwohner), und ich würde wetten, ohne das SSB-Zentrum als Barriere hätte man schon öfter versucht, das Gewerbegebiet nach Osten auszudehnen.
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#34
So oder so ist der Flächenverbrauch, u.a. durch die Aufstell- u. Zufahrtgleise immens.
Deswegen die Idee eines doppelstöckigen Depots. Dabei könnte die ,untere Halle'
auch etwas unter Geländeniveau sein. Und falls es die Topographie hergibt, umso besser.
I muß di Stroßaboh no kriaga, denn laufa well i nedd >> https://youtu.be/M2JtawugX34
[Bild: stuttgart21xyxyxq4kh6.jpg]
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#35
Es ist immer dasselbe:
1. Alle wollen, dass der öffentliche Nahverkehr ausgebaut wird. Keiner will jedoch, dass bei ihm vor seiner Haustüre die nötige Infrastruktur gebaut wird.
2. Alle wollen, dass die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Keiner will jedoch, dass bei ihm vor der Haustüre Windräder aufgebaut werden oder an seinem Lieblings-Fluss ein Wasserkraftwerk errichtet wird.

Ich wüsste für beides eine Lösung:
Für Nr. 1.: Die Leute, die nicht wollen, dass gebaut wird, dürfen nicht mehr mit Bus und Bahn fahren.
Für Nr. 2.: Die Leute, die nicht wollen, dass gebaut wird, bekommen keinen Strom mehr.

Ich wette, dass alleine schon die Androhung solch drastischer Maßnahmen dafür sorgen würde, dass diese typisch bundesdeutsche Alles-Verweigerer-Mentalität stark abnehmen würde!
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#36
(28. 02. 2018, 09:17)websurfer83 schrieb: ...Keiner will jedoch, dass bei ihm vor seiner Haustüre die nötige Infrastruktur gebaut wird....

So einfach pauschalisieren kann man dies aber nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob ein Betriebsbahnhof wörtlich in den Vorgarten gebaut wird (O-Ton Hr. Christiani: 30 Meter ist schon Abstand), oder ob man gemeinsam mit den Bürgern einen alternativen Standort diskutiert, welcher aber auf der Gemarkung Weilimdorfs liegt und es kein Hahn danach kräht. (Mit dem sogar die Landwirte leben können)

Es heißt ja, es besteht Allgemeines Interesse an dem Betriebshof (Nur so bekommt man Enteignungen durch) Dann soll doch auch die Allgemeinheit für etwaige Mehrkosten aufkommen.
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#37
(28. 02. 2018, 10:01)SSB-Weil schrieb:
(28. 02. 2018, 09:17)websurfer83 schrieb: ...Keiner will jedoch, dass bei ihm vor seiner Haustüre die nötige Infrastruktur gebaut wird....

So einfach pauschalisieren kann man dies aber nicht. Es ist schon ein Unterschied, ob ein Betriebsbahnhof wörtlich in den Vorgarten gebaut wird (O-Ton Hr. Christiani: 30 Meter ist schon Abstand), oder ob man gemeinsam mit den Bürgern einen alternativen Standort diskutiert, welcher aber auf der Gemarkung Weilimdorfs liegt und es kein Hahn danach kräht. (Mit dem sogar die Landwirte leben können)
Das kommt darauf an ob der andere Standort ebenso geeignet ist oder nicht bzw. Auch Wie hoch die Mehrkosten sind. Und 30 Meter sind nicht im Vorgarten, zu meinem Nachbarn habe ich unter 15Meter Abstand und trotzdem habe ich und er einen Vorgarten. Dazu muss man sagen dass in Richtung Wohnbebauung sowieso eine Gebäudewand steht, also keine direkte Lärmbelastung entstehen würde.
Zitat:Es heißt ja, es besteht Allgemeines Interesse an dem Betriebshof (Nur so bekommt man Enteignungen durch) Dann soll doch auch die Allgemeinheit für etwaige Mehrkosten aufkommen.
Wieso sollte die Allgemeinheit für die Einwände Einzelner Mehrkosten in 2stelliger Millionenhöhe aufnehmen?

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#38
Hier ist mein Alternativvorschlag fürs Depot - plus Anbindung Hausen:

[Bild: hausen28021836lu76.jpg]

Es gäbe eine Haltestelle Flachter Straße (oder Industriegebiet), Bahnhof (in akzeptabler Nähe zum selbigen) und dann die Querung der B295, was wohl machbar wäre. Die Endhaltestelle wäre dann von ganz Hausen fußläufig erreichbar - das Depot läge direkt daneben; übrigens noch komplett auf Stuttgarter Gemarkung (die schwarze Linie stellt die Stadtgrenze dar).

Was spricht eurer Meinung nach dafür/dagegen ?
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#39
[Ironie]
Der Norden von Haussen muss frei bleiben und ausserdem ist das viel zu nah am Wohngebiet...
[/Ironie]
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#40
(28. 02. 2018, 13:14)snowtrain schrieb: Hier ist mein Alternativvorschlag fürs Depot - plus Anbindung Hausen:
Was spricht eurer Meinung nach dafür/dagegen ?
- Gleisnutzlänge der Abstellhalle geringer als Flachter Straße
- längerer Anfahrtsweg
(Näher an Wohnbebauung als Flachter Straße)
Aber auf jeden Fall ein besserer Vorschlag als die anderen (meiner Meinung)

Die Anbindung von Hausen befürworte ich in dieser Form, siehe dazu auch mein Vorschlag ...
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