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Stadtbahn-Unfälle
23. 07. 2019, 23:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23. 07. 2019 23:02 von dt8.de.)
Beitrag #181
RE: Stadtbahn-Unfälle
Auf einen solchen Unfall habe ich an der Stelle schon lange gewartet. Ich sehe hier die Hauptschuld beim Stadtbahnfahrer.
1. darf der Stadtbahnfahrer nicht einfach fahren, wenn die Strecke nicht frei ist, trotz Zugsicherung gilt fahren auf Sicht, eigener Bahnkörper und Bahnübergang hin oder her. Der Pkw wird ziemlich sicher schon dort gestanden haben, als die Bahn kam, Sichtbeeinträchtigung gab es keine, Bremsen wäre auf jeden Fall möglich gewesen. Ich erinnere an den Unfall mit den Gleisbauarbeitern in Möhringen, da war die Urteilsbegründung auch so, dass der Stadtbahnfahrer dies hätte sehen müssen.
2. wird die BÜ-Ampel nicht rot gewesen sein, als der Pkw-Fahrer in die Kreuzung einfuhr. Darauf darf er sich zunächst verlassen.
3. Ist die Ampelschaltung dort bescheiden. Hier könnte es noch eine Mitschuld der Stadt geben. Normalerweise sollten Ampeln nach BÜ so geschaltet sein, dass der Verkehr vom BÜ abfließen kann. Hier ist es aber gerade umgekehrt: die Fußgängerampel zur Haltestelle Steinhaldenfeld schaltet hier sehr früh auf Rot, zu einem Zeitpunkt, wo die Ampel für den BÜ noch nicht rot ist. Der Abstand von der Ampel zum Kreisverkehr/BÜ ist hier sehr klein. Hier muß der Pkw-Fahrer nicht unbedingt damit rechnen, dass er den BÜ dann nicht mehr räumen kann, weil eine Ampel hinter dem BÜ plötzlich den Verkehr anhält.
Es passiert da sehr oft, dass der BÜ noch blockiert ist, weil (die von der Stadtbahn geschaltete) Ampel noch rot ist. Insbesondere dann, wenn da noch ein Gelenkbus steht.
4. Der Pkw-Fahrer wird einen Strafzettel wegen nicht-Freihaltens des BÜ erhalten, aber eine Mitschuld am Unfall sehe ich da eher nicht, da es für den Stadtbahnfahrer nicht unvermeidbar war.

[Bild: signlogo.php]
Bahn: http://www.fahrzeuglisten.de/listen/list...=stg-strab
Bus: http://www.fahrzeuglisten.de/listen/list...te=stg-bus
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24. 07. 2019, 04:46 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24. 07. 2019 04:52 von ET430.)
Beitrag #182
RE: Stadtbahn-Unfälle
Irgendwas stimmt hier mal wieder nicht - angeblich ist derletzte Beitrag von gestern 23:01 und es sollen 179 Antworten (also 180 Beiträge insgesamt) sein - tatsächlich sind es auch 180 Beiträge, aber der letzte ist von 16:11...
Ah ja, und wenn ich auf die Vorschau dieses meines Beitrags gehe, dann sehe ich auch plötzlich den Beitrag von 23:01. Ich schicke meinen Beitrag jetzt trotzdem ab, damit der andere sichtbar wird...

Edit:
Aber in der Übersicht wird immer noch eine falsche Anzahl von Antworten angezeigt: jetzt 180, obwohl es schon 182 Beiträge insgesamt sind...
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24. 07. 2019, 21:22
Beitrag #183
RE: Stadtbahn-Unfälle
(23. 07. 2019 23:01)dt8.de schrieb:  4. Der Pkw-Fahrer wird einen Strafzettel wegen nicht-Freihaltens des BÜ erhalten, aber eine Mitschuld am Unfall sehe ich da eher nicht, da es für den Stadtbahnfahrer nicht unvermeidbar war.

Hier vermischst du Strafrecht und Zivilrecht. Sicherlich wird der Mercedesfahrer strafrechtlich verfolgt, weil er den Kreuzungsbereich nicht geräumt hat, obwohl er es besser wissen sollte, dass man dann nicht in den Kreuzungsbereich einzufahren hat wenn man ihn nicht (vollständig) verlassen kann. Genauso kann der Stadtbahnfahrer strafrechtlich belangt werden, weil er die Kollision zumindest fahrlässig verursacht hat. Wird wahrscheinlich ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.
Das bringt der SSB, dem Mercedesfahrer und deren jeweiligen Versicherungen jedoch nichts, weil das Strafrecht nicht über etwaige Schadensersatzansprüche entscheidet und und die Geldstrafen in den Ordnungswidrigkeitsverfahren der Staatskasse zukommen und nicht der SSB oder dem Mercedesfahrer. Wenn eine Partei hier also Schadensersatz vom Unfallgegner fordert muss sie dies zivilrechtlich im Wege einer Zivilklage tun. Zivilgerichte ziehen oftmals Akten aus den Strafverfahren als Hilfe und Orientierung hinzu, sind aber letztlich in ihrer Entscheidungsfindung frei und können anders urteilen als das Strafgericht, da es nicht um eine Strafe für einen Unfallbeteiligten geht, sondern wer wieviel Schuld an der Kollision hat und wer wieviel des Schadens zu tragen hat.

Gruß aus Hamburg

... wünscht sich, dass die SSB der Hochbahn mal zeigt, wie ÖPNV richtig geht!
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24. 07. 2019, 21:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24. 07. 2019 21:41 von dt8.de.)
Beitrag #184
RE: Stadtbahn-Unfälle
(24. 07. 2019 21:22)FoxMcLoud schrieb:  
(23. 07. 2019 23:01)dt8.de schrieb:  4. Der Pkw-Fahrer wird einen Strafzettel wegen nicht-Freihaltens des BÜ erhalten, aber eine Mitschuld am Unfall sehe ich da eher nicht, da es für den Stadtbahnfahrer nicht unvermeidbar war.
Hier vermischst du Strafrecht und Zivilrecht.

Ich weiß nicht, wo Du da eine Vermischung siehst. Der Unterschied ist mir geläufig.
Im Gegenteil: würde ich den Unterschied nicht sehen, könnte ich obige Aussage gar nicht treffen.

(24. 07. 2019 21:22)FoxMcLoud schrieb:  Wenn eine Partei hier also Schadensersatz vom Unfallgegner fordert muss sie dies zivilrechtlich im Wege einer Zivilklage tun. Zivilgerichte ziehen oftmals Akten aus den Strafverfahren als Hilfe und Orientierung hinzu, sind aber letztlich in ihrer Entscheidungsfindung frei und können anders urteilen als das Strafgericht, da es nicht um eine Strafe für einen Unfallbeteiligten geht, sondern wer wieviel Schuld an der Kollision hat und wer wieviel des Schadens zu tragen hat.

Genau. Und eben deshalb sehe ich die Schuld und damit die Kosten eher bei der SSB, auch wenn und obwohl der Pkw-Fahrer für seine Verfehlung einen Strafzettel erhalte dürfte.
Ob das aber überhaupt vor Gericht geht ist offen. Meist einigen sich die Versicherungen wegen der Eindeutigkeit direkt, ohne dass wir davon erfahren.

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12. 08. 2019, 15:15
Beitrag #185
RE: Stadtbahn-Unfälle
Nach dem Stadtbahnunfall ende Juli, überprüft die SSB nun die Stadtbahnübergänge in der Schlosstraße.

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/i...f112d.html
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