29. 01. 2024, 19:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29. 01. 2024, 19:49 von metalhead.)
(29. 01. 2024, 19:08)SSBChris schrieb:(29. 01. 2024, 18:02)Jack Lanthyer schrieb: Das ist unglaublich, ich bin schockiert darüber, was man sich da alles erlauben kann.Aber echt! Was erlauben die sich eigentlich, faire, attraktive und konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen einzufordern? Und dann wird auch noch gestreikt, nur weil es die Arbeitgeber mal wieder nicht für nötig halten, wenigstens ein erstes Gegenangebot vorzulegen.
Jack Lanthyer schrieb:Ich glaube, die Regierung sollte auch mal über die Erweiterung von diskutierten bzw. angestreibten (s. Gitta Connemann) Streikrechtseinschränkungen nachdenken.Oh ja, eine gute Idee, die Rechte der arbeitenden Bevölkerung zu beschneiden. Was soll da schon schiefgehen?
So, genug Ironie für heute. Aber auf so eine offensichtliche Ahnungslosigkeit kann man eigentlich nicht anders reagieren. Manchen wäre es offenbar lieber, wenn in Zukunft dauerhaft kaum noch Busse und Bahnen fahren - dann nicht wegen den Streiks, sondern weil unter diesen Bedingungen niemand mehr arbeiten will.
Bei Betrieben der Daseinsvorsorge muss man sich aber schon fragen ob ein ganztägiger Komplettausfall verhältnismäßig ist. Die Leidtragenden sind nämlich nicht wie in der freien Wirtschaft hauptsächlich die jeweiligen Unternehmen, die es treffen soll, sondern die breite Bevölkerung, die nichts dafür kann und einfach nur ein Mobilitätsbedürfnis hat.
Es funktioniert ja auch bei Krankenhäusern dass ein Grundangebot aufrechterhalten wird. Bei der Strom- und Wasserversorgung gibt es gar keine streikbedingten Unterbrechungen. Warum funktioniert ein Grundangebot nicht beim ÖPNV oder auch bei der Kinderbetreuung? Sind die Leute dort mehr wert als im Krankenhaus? Oder liegt es vielleicht einfach nur an der Einschätzung der Wichtigkeit ihrer Arbeit für die Bevölkerung?
Im ÖPNV hat man es gerne mitgekommen, dass man bei der Corona-Krise als systemrelevant galt und praktisch immer arbeiten konnte und sogar noch Prämien bekommen hat. Wenn's ums Streiken geht will man aber dann doch nicht mehr ganz so systemrelevant sein und pocht lieber auf das Recht.
Ich finde schon auch, dass man das kritisch sehen kann.