25. 12. 2019, 12:13
Zitat:Jein. Es wurden keine Dosto gefordert, das ist richtig. Das heißt aber nicht, dass ein Bieter nicht hätte mit Dosto anbieten dürfen.Naja, es wurden so geringe Kapazitäten auf großer Bahnsteiglänge gefordert, dass Dostos nicht nötig waren. Da sie teurer sind, als herkömmliche Triebwagen, haben die Unternehmen natürlich nicht mit Dostos geboten. Das Land wusste genau, dass keine Dostos kommen würden...
Zitat:Da im laufenden Vertrag nix zu ändern war, war doch absehbar, dass die Folgeausschreibungen auf den großen Verkehrsvertrag das nicht mehr erlauben.Das ist schon richtig - das Absurde ist aber, dass in den nächsten Ausschreibungen wieder Neufahrzeuge gefordert sein werden, also z.B. im Netz der Südbahn, wo derzeit noch recht neue Dosto07 nach der Ausschreibung von 2013 fahren. Wäre also wirklich nicht nötig gewesen. Das selbe gilt auch für die Rheintalbahn. Selbst auf der Ammertalbahn werden jetzt neue Fahrzeuge für die kurze Übergangszeit von Diesel- zu Elektrobetrieb gefordert, obwohl die RegioShuttles sicherlich noch ein paar Jahre durchgehalten hätten. Selbiges gilt auch für die Zollernbahn.
Da ist Baden-Württemberg übrigens nicht alleine: In Bayern hat die BEG beispielsweise beim Fugger-Express oder im FTX zwei Mal hintereinander Neufahrzeuge gefordert, obwohl diese teilweise fast die gleichen Anforderungen erfüllten, wie die Altfahrzeuge (auch einstöckig (Mireo)).
Zitat:Das klingt, als ob Einstöcker vorgegeben gewesen wären. Das ist aber nicht richtig, das ist nur der Grund, warum keine Dosto gefordert wurden. Einem Anbieter wäre aber frei gestanden, ein Angebot mit Dosto abzugeben. Wenn er es mit Dosto abgegeben hätte und damit günstiger als alle anderen Angebote gewesen wäre, hätte er den Zuschlag erhalten.Naja, sogar die StZ hat darüber geschrieben, weil es der Verkehrsminister ausdrücklich so gesagt hat: https://abload.de/img/scan_20190723_145106qukk2.jpg
Aber glaube nicht, dass die Züge dann mehr Plätze gehabt hätten. Auch dann wäre nur die Anzahl Wagen am Zug gehangen, um die geforderte Platzzahl zu erreichen.Zitat:Leider schreibt da keine Zeitung darüber;-)Klar nicht, wenn es doch etwas anders war ;-)
Es war also nicht direkt "anders".
Das ist ja gerade das Unding, dass er auf Kosten der Fahrgäste und seinen Nachfolgern (die müssen dann neue größere Züge bezahlen) zu kleine Züge bestellt hat, nur um "Wettbewerb" anzukurbeln. Außerdem ist das mit dem einzigen Anbieter auch nicht ganz richtig. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung gab es sehr wohl 2 Hersteller: Bombardier mit seinem Twindexx und Stadler mit dem Kiss. Genau diese Firmen sind es nachher auch mit den einstöckigen ETs geworden.