Hallo zusammen,
Die Frage nach den Fahrten der Linie 5 nach Echterdingen wurde ja im Wesentlichen schon beantwortet: es war in der Tat so, daß der offiziell-technische Fahrplanwechsel von Sommer 1990 (mit Linie 5 und 6 alt) zu Winter 90/91 (mit U5 und U6) am Vormittag des 3.11. vollzogen wurde, also zeitgleich mit dem festlich begleiteten(!) Start der offiziellen Eröffnungszüge, von denen meiner Erinnerung nach mindestens einer in Degerloch stattfand (regengeschützt, was an diesem Tag ein Segen war, Platz für viel Publikum, vom übrigen Planverkehr unabhängiger Neubauabschnitt). Natürlich waren zu diesem Zeitpunkt aber auch noch fast alle GT4-Umläufe auf Strecke und konnten sich weder einfach in Luft auflösen noch - trotz Wechsel - nach dem alten Fahrplan weiterfahren. So schilderten sie einfach nach dem entsprechenden "OK" mittels Leitstellendurchsage auf "5 Freiberg" / "5 Echterdingen" (da es Leinfelden auf der Zielfilmrolle nicht gab), "6 Feuerbach" und natürlich "15 Stammheim" um und fuhren auch entsprechend, bis sie Zug um Zug von einem entsprechenden DT8-Umlauf abgelöst wurden und nach Degerloch oder eben Zuffenhausen einrückten. So kam Echterdingen in den Genuß von - der Überlieferung nach - genau einem 5er-Kurs, der gleichzeitig die seither letzte Straßenbahnfahrt dorthin überhaupt darstellte. Nach offizieller Anweisung sogar bereits ohne Halt von und bis Leinfelden Bosch, was aber zum Glück wohl nicht ganz so streng gehandhabt wurde. Kuriosität am Rande: auch der Abschnitt Obere Weinsteige wurde noch bis in den Nachmittag hinein ohne Halt an der Karl-Pfaff-Straße oberirdisch befahren, da an der provisorischen Rampe Weinsteige (in Degerloch bin ich mir nicht mehr sicher) nur eine Spurtrennung ohne meterspurige Weiche verlegt war und die Strecke erst einige Tage darauf umgeschlossen wurde.
Einen ähnlichen Fall gab es übrigens im Dezember 2007 in Stammheim: auch dort folgte dem offiziellen letzten und geschmückten GT4 kurz darauf noch ein weiterer, offenbar der real letzte Umlauf, der anscheinend bereits ohne Innenbeleuchtung und Fahrgäste starten wollte, sich dann aber angesichts der vielen noch anwesenden Fans - mich eingeschlossen - doch noch "erbarmte". In diesem wirklich allerletzten Zug ging dann richtig die Post ab. Immer wieder schallten "Gelb-schwarze Partybahn, Schalalalala"-Gesänge durch den Wagen, und am Tor der oberen Halle Cannstatt staunte selbst der damalige OB Schuster, der soeben betont langsam aus dem vorausgefahrenen, offiziellen Abschiedszug ausgestiegen war, um eine weitere Rede zu halten, nicht schlecht, als dann der nachfolgende Zug eine so große und laute Fanmenge in die recht milde Dezembernacht entließ.
Wegen der angeblich übertrieben schnellen Absperrung der Strecke in Echterdingen: das war durchaus so üblich, ich erinnere mich zum Beispiel noch dunkel an die letzte Fahrt des 1ers ab Rohr 1986 (übrigens auch bei Sauwetter): dort wurde, wie ich aus dem Wagenfenster beobachten konnte, noch in Anwesenheit des Zuges eine "Mütze" oder "Kondom" (oder wie das Ding eben heißt) aus Leder über die damals noch übliche gelb-grüne Haltestellenfahne gezogen, und es wurde direkt hinter dem abgefahrenen Zug eine Art Schlagbaum an der Schleifenausfahrt heruntergelassen, wie er in baugleicher Form auch an der alten Ruhbank-Anlage am Georgiiweg-Gleis (vormals Linie Sp) vorzufinden war. Das soll wohl wirklich ein versehentliches oder unbefugtes Befahren der SSB-eigenen Gleisanlage mit Kfz verhindern.
Die Gleise in Echterdingen wurden m.E.n. im Übrigen 1991-1992 auf der Gymnasium-Trasse und erst 1996 in der Schleife entfernt, ausgehend von der Kanalstraße.
Mir fallen auch noch zwei ehemalige Schleifen ohne regulären Fahrgastverkehr ein, nämlich Degerloch (Endstation Albstraße von einzelnen 5er-Kursen, der Einstieg war dann erst wieder an einer separaten Haltestelle in der Gleisharfenausfahrt vorgesehen) und Vogelsang (neu, ab 1981), an den jeweiligen Betriebshöfen. Aber auch in Hedelfingen und Heumaden kam es je nach Laune des Fahrers vereinzelt vor, daß die Fahrgäste kurz nach Schleifeneinfahrt "rausgeschmissen" wurden, der Zug dann leer vorrückte und Pause machte und man erst wieder an der Schleifenausfahrt zur Abfahrt einsteigen durfte.
Es stimmt übrigens schon: das Depot Degerloch schloß offizell am 3.11.1990, diente aber anschließend noch einige Monate zur Hinterstellung der überzähligen und zum Verkauf vorgesehenen GT4 (so wie die meisten aufgegebenen Betriebshöfe davor und danach auch) und als Betriebswendeschleife von Möhringen (HWS) aus, da die Schleife Sonnenberg erst nach einiger Verzögerung zur Verfügung stand.
Die Frage nach den Fahrten der Linie 5 nach Echterdingen wurde ja im Wesentlichen schon beantwortet: es war in der Tat so, daß der offiziell-technische Fahrplanwechsel von Sommer 1990 (mit Linie 5 und 6 alt) zu Winter 90/91 (mit U5 und U6) am Vormittag des 3.11. vollzogen wurde, also zeitgleich mit dem festlich begleiteten(!) Start der offiziellen Eröffnungszüge, von denen meiner Erinnerung nach mindestens einer in Degerloch stattfand (regengeschützt, was an diesem Tag ein Segen war, Platz für viel Publikum, vom übrigen Planverkehr unabhängiger Neubauabschnitt). Natürlich waren zu diesem Zeitpunkt aber auch noch fast alle GT4-Umläufe auf Strecke und konnten sich weder einfach in Luft auflösen noch - trotz Wechsel - nach dem alten Fahrplan weiterfahren. So schilderten sie einfach nach dem entsprechenden "OK" mittels Leitstellendurchsage auf "5 Freiberg" / "5 Echterdingen" (da es Leinfelden auf der Zielfilmrolle nicht gab), "6 Feuerbach" und natürlich "15 Stammheim" um und fuhren auch entsprechend, bis sie Zug um Zug von einem entsprechenden DT8-Umlauf abgelöst wurden und nach Degerloch oder eben Zuffenhausen einrückten. So kam Echterdingen in den Genuß von - der Überlieferung nach - genau einem 5er-Kurs, der gleichzeitig die seither letzte Straßenbahnfahrt dorthin überhaupt darstellte. Nach offizieller Anweisung sogar bereits ohne Halt von und bis Leinfelden Bosch, was aber zum Glück wohl nicht ganz so streng gehandhabt wurde. Kuriosität am Rande: auch der Abschnitt Obere Weinsteige wurde noch bis in den Nachmittag hinein ohne Halt an der Karl-Pfaff-Straße oberirdisch befahren, da an der provisorischen Rampe Weinsteige (in Degerloch bin ich mir nicht mehr sicher) nur eine Spurtrennung ohne meterspurige Weiche verlegt war und die Strecke erst einige Tage darauf umgeschlossen wurde.
Einen ähnlichen Fall gab es übrigens im Dezember 2007 in Stammheim: auch dort folgte dem offiziellen letzten und geschmückten GT4 kurz darauf noch ein weiterer, offenbar der real letzte Umlauf, der anscheinend bereits ohne Innenbeleuchtung und Fahrgäste starten wollte, sich dann aber angesichts der vielen noch anwesenden Fans - mich eingeschlossen - doch noch "erbarmte". In diesem wirklich allerletzten Zug ging dann richtig die Post ab. Immer wieder schallten "Gelb-schwarze Partybahn, Schalalalala"-Gesänge durch den Wagen, und am Tor der oberen Halle Cannstatt staunte selbst der damalige OB Schuster, der soeben betont langsam aus dem vorausgefahrenen, offiziellen Abschiedszug ausgestiegen war, um eine weitere Rede zu halten, nicht schlecht, als dann der nachfolgende Zug eine so große und laute Fanmenge in die recht milde Dezembernacht entließ.
Wegen der angeblich übertrieben schnellen Absperrung der Strecke in Echterdingen: das war durchaus so üblich, ich erinnere mich zum Beispiel noch dunkel an die letzte Fahrt des 1ers ab Rohr 1986 (übrigens auch bei Sauwetter): dort wurde, wie ich aus dem Wagenfenster beobachten konnte, noch in Anwesenheit des Zuges eine "Mütze" oder "Kondom" (oder wie das Ding eben heißt) aus Leder über die damals noch übliche gelb-grüne Haltestellenfahne gezogen, und es wurde direkt hinter dem abgefahrenen Zug eine Art Schlagbaum an der Schleifenausfahrt heruntergelassen, wie er in baugleicher Form auch an der alten Ruhbank-Anlage am Georgiiweg-Gleis (vormals Linie Sp) vorzufinden war. Das soll wohl wirklich ein versehentliches oder unbefugtes Befahren der SSB-eigenen Gleisanlage mit Kfz verhindern.
Die Gleise in Echterdingen wurden m.E.n. im Übrigen 1991-1992 auf der Gymnasium-Trasse und erst 1996 in der Schleife entfernt, ausgehend von der Kanalstraße.
Mir fallen auch noch zwei ehemalige Schleifen ohne regulären Fahrgastverkehr ein, nämlich Degerloch (Endstation Albstraße von einzelnen 5er-Kursen, der Einstieg war dann erst wieder an einer separaten Haltestelle in der Gleisharfenausfahrt vorgesehen) und Vogelsang (neu, ab 1981), an den jeweiligen Betriebshöfen. Aber auch in Hedelfingen und Heumaden kam es je nach Laune des Fahrers vereinzelt vor, daß die Fahrgäste kurz nach Schleifeneinfahrt "rausgeschmissen" wurden, der Zug dann leer vorrückte und Pause machte und man erst wieder an der Schleifenausfahrt zur Abfahrt einsteigen durfte.
Es stimmt übrigens schon: das Depot Degerloch schloß offizell am 3.11.1990, diente aber anschließend noch einige Monate zur Hinterstellung der überzähligen und zum Verkauf vorgesehenen GT4 (so wie die meisten aufgegebenen Betriebshöfe davor und danach auch) und als Betriebswendeschleife von Möhringen (HWS) aus, da die Schleife Sonnenberg erst nach einiger Verzögerung zur Verfügung stand.
...im Übrigen bin ich der Meinung, daß die U15 in die Nordbahnhof- und Friedhofstraße gehört! (frei nach Marcus Porcius Cato d.Ä.)