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Fragestellung Umgang Kapazitätsbedarfe „Stadtbahn-Stammstrecken“
#61
Hallole,

ich hab keine wirkliche Ahnung. - Du brauchst halt schon die Möglichkeit mit einem ordentlichen Antrieb. - Ich köntte mir vorstellen, dass sowas in Stuttgart nur mit Teilniederflurfahrzeugen funktionieren würde, wo man zumindest vorne und hinten ein anständiges Drehgestell mit einem ordentlichen Motor hat. - Aussehen dann ähnlich wie die Zacke.

Dann hast, wollte man die Buslinien auf Straßenbahn umstellen, das Lichtraumprofil und die Wagenlänge, was dann auch wieder das 20-Meter-Raster der Hauptwerkstatt in Frage stellen würde.

Grüßle
AFu
[Bild: 3320-Front-DSO.jpg]
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Stuttgarts Straßen- und Stadtbahnlinien im Internet:
http://www.ssb-linien.de
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#62
Question 
(11. 01. 2026, 14:42)vloppy schrieb: Mal ne Frage dazu - könnten alle Innenstadtlinien überhaupt auf Straßenbahn umgebaut werden? Die Steigungen der 40/43/44 Ri. Killesberg/Nord sind ja schon recht sportlich.
Verstehe Deine Frage nicht; die 41 bis 44er-Busse waren doch früher Straßenbahnstrecken !
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#63
Pencil 
(11. 01. 2026, 16:15)AFu schrieb: [...]  Du brauchst halt schon die Möglichkeit mit einem ordentlichen Antrieb. - Ich köntte mir vorstellen, dass sowas in Stuttgart nur mit Teilniederflurfahrzeugen funktionieren würde, wo man zumindest vorne und hinten ein anständiges Drehgestell mit einem ordentlichen Motor [...]
Zumindest die Ulmer Combinos bzw. Avenios schaffen die 7,7% nach Böfingen...
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#64
(11. 01. 2026, 16:15)AFu schrieb: Ich köntte mir vorstellen, dass sowas in Stuttgart nur mit Teilniederflurfahrzeugen funktionieren würde, wo man zumindest vorne und hinten ein anständiges Drehgestell mit einem ordentlichen Motor hat. - Aussehen dann ähnlich wie die Zacke.

Dann hast, wollte man die Buslinien auf Straßenbahn umstellen, das Lichtraumprofil und die Wagenlänge, was dann auch wieder das 20-Meter-Raster der Hauptwerkstatt in Frage stellen würde.

Aber mit 40m-Straßenbahnen sollte das ja kein Problem darstellen? Wenn man die Zacke als Ausgangspunkt für eine (tlw.) Niederflur-Straßenbahn nimmt, könnte man auch bei den Ersatzteilen etc. vielleicht eine Kompatibilität herstellen.

Insgesamt: Wenn der Wille da ist, wäre das bestimmt möglich. Klar, man muss eine separate Werkstatt einrichten und andere Ersatzteile vorhalten, aber letzteres ist mit der neuen DT8-Generation ja sowieso nötig (und bei Sitzen/Inneneinrichtung/etc. ist eine Wiederverwendung von bisherigen Konzepten ja auch denkbar und damit auch von Ersatzteilen). Und mit O-Bus-Systemen o.Ä. genauso.

Also mit genug Wille wäre das schon machbar, aber der Wille zu weiteren Großprojekten dürfte in Stuttgart vermutlich eher nicht da sein, nachdem man nun seit fast 20 Jahren leidgeplagt ist...
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#65
(11. 01. 2026, 18:17)Micha schrieb:
(11. 01. 2026, 14:42)vloppy schrieb: Mal ne Frage dazu - könnten alle Innenstadtlinien überhaupt auf Straßenbahn umgebaut werden? Die Steigungen der 40/43/44 Ri. Killesberg/Nord sind ja schon recht sportlich.
Verstehe Deine Frage nicht; die 41 bis 44er-Busse waren doch früher Straßenbahnstrecken !

So alt bin ich nunmal nicht und auch erst seit 2009 in S ansässig  Wink
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#66
(10. 01. 2026, 23:43)SSBChris schrieb: Budapest ist auch etwas größer als Stuttgart.

Wenn du die Gebietsgrenze vergleichst ist das richtig, aber auf der Fläche Budapests liegen hier eben auch Leonberg, Gerlingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Esslingen, Fellbach, … und bei ähnlicher Größe kommt man dann auch auf auf 1,2 Millionen Einwohner. Da ist der Unterschied nur noch 1/3.
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#67
(11. 01. 2026, 20:40)vloppy schrieb:
(11. 01. 2026, 18:17)Micha schrieb:
(11. 01. 2026, 14:42)vloppy schrieb: Mal ne Frage dazu - könnten alle Innenstadtlinien überhaupt auf Straßenbahn umgebaut werden? Die Steigungen der 40/43/44 Ri. Killesberg/Nord sind ja schon recht sportlich.
Verstehe Deine Frage nicht; die 41 bis 44er-Busse waren doch früher Straßenbahnstrecken !

So alt bin ich nunmal nicht und auch erst seit 2009 in S ansässig  Wink

Alle Innenstadtbuslinien waren bis 1978 als Strassenbahnen unterwegs und fielen dem U-Bahn-Wahn sowie der "autogerechten Stadt"-Denkweise der 1960er-Jahre zum Opfer. Kurz zusammengefasst (es gibt jede Menge ausführliche Literatur, Fotos und Artikel, auch im Strassenbahnmuseum in Bad Cannstatt kann man sich bestens informieren) : 
Linie 41 : fuhr bis 1961 als Strassenbahnlinie "3" 
Linie 42 : fuhr auf dem Ast Schreiberstr. - Schwabtunnel - West - Hegelstr. - Hbf -  Werfmershalde - Ostendplatz bis 1972, auf dem Ast Gablenberg - Ostendplatz bis 1978 als Linie "8" - die Steigungen wurden mit dem DoT4 bewältigt (früher T2 + BW), GT4 konnte nicht fahren wg. zu steiler Strecke (Werfmershalde) sowie zu engen Kurven und fehlendem Lichtraumprofil (Gablenberg)
Linie 43 : fuhr als Linie "10" (noch früher fuhr der Ast Doggenburg als Linie 7) mit  DoT4 bis 1976. GT4 konnte nicht eingesetzt werden wg. Lichtraumprofil. 
Linie 44 : Ast Killesberg als Linie "10" (siehe oben), auf dem Ast Leipziger Platz - Westbahnhof waren die Linien 14 und 21 zu Hause (gefahren mit GT4). Das Ende kam 1978. 

Alle Innenstadtlinien der Strassenbahn wurden sukzessive in den 70er Jahren eingestellt, da die alten Strecken nicht in die U-Strab-Tunnel eingeplant wurden und es an Ausfädelungen fehlte. Dreh-und Angelpunkt dieser Strecken waren die oberirdischen Kreuzungen am Hauptbahnhof, an der Staatsgalerie, in der Heilbronner Strasse sowie in der Königstrasse/Schlossplatz. Bei jeder Tunneleröffnung (1972 Neckartor - Marienplatz, 1976 HBF, 1978 Schlossplatz) wurden gleichzeitig alle nicht eingeplanten Teilstrecken stillgelegt. 1972 fiel die Kreuzung Ri. Werfmershalde bei der Staatsgalerie weg (Einstellung des Nordastes Linie 8). 1976 wurde das Bauwerk HBF eingeweiht (Einstellung Li. 10 da der Ast Ri. Killesberg nicht mehr befahrbar war), 1978 kam es dann zum endgültigen Ende der Strassenbahn in der Königstrasse und in S-West, mit Folge dass sämtliche Einfädelungen am Schlossplatz wegfielen und eine sinnvolle Linienführung nicht mehr möglich war. 

Der Ast Westbahnhof hätte an sich bleiben können, aber er wurde wg. Doppelbedienung der Rotebühlstr. von der (damals neuen) S-Bahn eingestellt. Man sollte auch bedenken dass in der Bauzeit (1971-1978) viele Strecken umgeleitet wurden und eine Rückführung auf die alte Linienführung unverhältnismässig schien. 
Auch war die enge Streckenführung, was die GT4-Fahrzeuge ausschloss, ein weiterer Faktor. 

Wenn man sich jetzt das Ganze nach fast 50 Jahren anschaut, so wurde m.E. nach viel falsch gemacht. Aber dies ist dem Tunnelwahn der Politik in West-Deutschland anzuschulden, und weniger der Stadt Stuttgart, die eben damals mit dem Strom mitgeschwommen war.
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#68
(12. 01. 2026, 09:25)der cannstatter schrieb: Linie 42 : fuhr auf dem Ast Schreiberstr. - Schwabtunnel - West - Hegelstr. - Hbf -  Werfmershalde - Ostendplatz bis 1972, auf dem Ast Gablenberg - Ostendplatz bis 1978 als Linie "8" - die Steigungen wurden mit dem DoT4 bewältigt (früher T2 + BW), GT4 konnte nicht fahren wg. zu steiler Strecke (Werfmershalde) sowie zu engen Kurven und fehlendem Lichtraumprofil (Gablenberg)
Anfangs war der Achter noch zweigeteilt: von Gablenberg über Hbf bis Schreiberstraße (Schoettleplatz) als SL 8 - von Gablenberg über Heidehofstraße, Olgaeck und Schloßplatz bis Vogelsang als SL 18. Später dann auf dem ganzen Linienweg als SL 8.
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#69
Information 
Dazu:
Li. 40 (vmls. Ga) war keine Straßenbahn-Strecke. Allenfalls könnte man das kurze Teilstück Kronen-/Kriegsbergstr. - Hegelplatz dazu zählen, was aber parallel bedient wurde.
Li. 45 (vmls. 56) im Abschnitt Bbf. Cannstatt - Schlachthof war bis Juni 1969 Li. 22/24.
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#70
Vielen Dank für die letzten sehr konstruktiven Beiträge (ernst gemeint) - so ists toll im Forum, wenn man was lernt!
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