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Flattich
#11
Ich hatte gestern die Gelegenheit, mit zwei der drei neuen Iveco Crossway LE von Flattich mitzufahren: 4045 und 4047
Vom Sitzplatzangebot war ich positiv überrascht. Im vorderen Bereich sind die Sitze - bis auf diejenigen direkt über den Vorderrädern - direkt auf dem Boden angebracht und sind also ohne Podest zugänglich. Das hat mich etwas gewundert, da ich wegen der einflügligen Vordertür erst davon ausgegangen bin, dass die Sitze vorne wie in der Überlandvariante auf Podesten angebracht sind. Bei den OVR-Ivecos ist es ja genau umgekehrt: Vorne eine doppelflüglige Tür und die Sitze im vorderen Bereich alle auf Podesten.
Die Sitze sind meiner Meinung nach schon etwas hochwertiger, nicht einfach nur Stoff auf Plastik. Sie haben schon ein dickes Polster. Allerdings hatte ich bei meiner Größe Probleme beim aufrechten Sitzen, da der obere Teil des Sitzes meinen Kopf weiter nach vorn gedrückt hat als mir lieb war. Nachdem ich mich etwas nach unten sacken lassen habe, war es dann ganz bequem.
Wenn der Fahrer beim Anfahren ganz sanft aufs Gaspedal gedrückt hat, war überhaupt kein Rucken und Bocken zu spüren. Der Bus hat ganz sanft hochgeschaltet. Wurde dagegen beim Anfahren etwas zügiger beschleunigt, hat man sehr deutlich die Wandlerüberbrückung und den Schaltvorgang in den zweiten Gang gespürt. Iveco-typisch sind nach wie vor die vergleichsweise lauten Luftgeräusche beim Öffnen und Schließen der Außenschwenktüren im Innenraum. Dazu kommt ebenfalls das Iveco-typische kurze aber laute Zischen im Innenraum kurz vor dem Stillstand.
Was mich aber gewundert hat, ist dass in keinem der Busse Infomonitore oder Anzeigen vorhanden waren. Einer der Busse hatte zumindest automatische Haltansagen, der andere war fahrgastinformationstechnisch komplett tot.
Die Fahrer waren beide höflich. Sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen wurde mein "Hallo" und "Tschau" bei beiden Fahrten erwidert.
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#12
Heute bin ich auf der 502 mit einem der Volvo-Hybrid-Gelenkbusse von Feuerbach nach Riet nach Hause gefahren, laut Anschrift sind die von Hochstetter Touristik aus Brackenheim und haben vorne ein FOV Flattich-Schildchen drin. Anzeigen außen und Ansagen innen haben funktioniert. Die Anzeigen innen nicht. Allerdings muss ich sagen, dass diese Fahrzeuge für die Linie in Bezug auf die Topografie völlig ungeeignet sind:
In Feuerbach sind wir pünktlich losgefahren. Den kleinen Berg hinauf in Richtung Ohmstraße kamen wir kaum vom Fleck. Bei jedem Schaltvorgang gibt es eine ordentliche Zugkraftunterbrechung. Den Berg von Schwieberdingen nach Hemmingen hoch sind wir immer langsamer geworden, bei jedem Rückschaltvorgang ging dank der Zugkraftunterbrechung ordentlich Geschwindigkeit drauf, sodass es oben am Gipfel noch gefühlte 30 km/h waren.
Ab dem Hemminger Bahnhof in Richtung Hochdorf ging es gleich nach dem Anfahren wieder den Berg hoch in Richtung OVR-Depot. Trotz ordentlich Beschleunigung aus dem Stand heraus wurde an der Steigung zweimal zurückgeschaltet, was fast zum Stillstand geführt hat. Als dann wieder hoch geschaltet wurde, wurden wir durch die Zugkraftunterbrechung wieder so langsam, dass gleich danach wieder zurückgeschaltet wurde, und der Bus war nicht einmal sehr voll. In Hochdorf waren es dann schon 9 Minuten Verspätung trotz ziemlich freier Straßen.
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#13
Einer der Ex-SSB-Volvos ist gestern auch als 620A in Ditzingen gefahren. Hinsichtlich Komfort sind die eindeutig eine Verbesserung, aber das liegt einfach an der SSB-Ausstattung. Nur beim Schalten merkt man das tatsächlich sehr, wenn es selbst nur kleine Steigungen hochgeht.

Was den Fahrerwechsel auf der 502 angeht: Das macht man neuerdings interessanterweise wie bei der OVR. Also einer fährt mit dem Auto an die Haltestelle, da wird gewechselt und der nächste Fahrer fährt mit dem Auto (wahrscheinlich in die Pause).
Das hat gestern allerdings nochmal 3-4min Verspätung mit sich gebracht, die man mit den Volvos auch wegen der hügelugen Strecke nicht aufholen kann.

Der Fahrplan auf der 502 ist auch verbesserungswürdig. Da man jetzt die Schleife Hochdorf - Eberdingen - Nussdorf - Riet - Hochdorf fährt (bzw vice-versa) hat man keinerlei Möglichkeiten mehr, Verspätungen abzubauen (abgesehen davon, aufs Gaspedal zu treten). Besonders in der HVZ rächt sich das dann: Verspätungen von 10min+ werden dann halt einfach aus Richtung Feuerbach in die Gegenrichtung automatisch mitgenommen, damit ist dann sowohl der 15min-Takt für Hochdorf als auch der 15min-Takt (mit 503) für Schwieberdingen oft dahin.
Eigentlich müsste man wie früher in Riet enden und die gesamte Strecke zurückfahren (ohne Schleife), aber dann hätte mam vermutlich nicht das günstigste Angebot gemacht. Dann wäre man aber wahrscheinlich deutlich pünktlicher unterwegs in der HVZ.
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