Bahnforum Stuttgart

Normale Version: Ausbau der Schönbuchbahn?
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Hallo,

laut dem unten verlinkten Zeitungsartikel schlägt ein Gutachter den teilweise zweigleisigen Ausbau sowie die Elektrifizierung der Strecke vor. Dies alles soll der Kapazitätssteigerung der Schönbuchbahn dienen. Der Zweckverband wird nun tiefergehende Untersuchungen einleiten.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/pa...erden.html
Nun hat auch das andere Stuttgarter Blatt das Thema für sich entdeckt. Außerdem in dem verlinkten Artikel: Auch die Ammertalbahn scheint an Kapazitätsgrenzen zu stoßen. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/st...erden.html
Nun, die Frage ist, ob derartige Projekte überhaupt noch realisierbar sind, da ja ein anderes kürzlich beschlossenes Bahnprojekt (mir ist gerade der Name entfallen...) in den nächsten Jahren einen Großteil der finanziellen Mittel - nicht nur für Bahnprojekte - in der Region für sich beanspruchen wird.
Stuttgarter Zeitung schrieb:Mit diesen Verbesserungen könnte die Fahrtzeit von Böblingen nach Dettenhausen von 31 auf 22 Minuten verkürzt werden.
Wo haben die bloß recherchiert? Oder ist das auch so ein Teil der Reisezeitverkürzungsstatistik vom Kellerbahnhöfle 21?
Da eine Fahrt von Böblingen nach Dettenhausen nicht über Stuttgart führt, hat S21 auch keine Auswirkungen auf die Reisezeit. Wenn es um eine Fahrt von Stuttgart nach Dettenhausen ginge, könnte man allerdings gut mogeln, was die Fahrtzeit betrifft.
Eigenartig ist dabei aber, daß ganz unabhängig vom Bullaugenwallbahnhof 21 auch schon heute eine Fahrt mit den RS1 von Böblingen nach Dettenhausen laut Fahrplan und Reiseauskunft nicht 31, sondern 24 Minuten dauert Undecided...
(22. 12. 2009 17:50)WN 26 schrieb: [ -> ]Eigenartig ist dabei aber, daß ganz unabhängig vom Bullaugenwallbahnhof 21 auch schon heute eine Fahrt mit den RS1 von Böblingen nach Dettenhausen laut Fahrplan und Reiseauskunft nicht 31, sondern 24 Minuten dauert Undecided...

In der Tat sind die beiden Artikel nur mäßig sauber recherchiert. Verschwörungstheorien in Sachen S21 würde ich aber nicht gleich wieder spinnen. Tatsächlich geht es doch beim Ausbau der Schönbuchbahn auch nicht um eine Beschleunigung sondern um eine dringend notwendige Kapaitätssteigerung.
Das mit den 31 Minuten Fahrtzeit war mir beim ersten Lesen garnicht aufgefallen. In der Tat, das war ja mal ziemlich schlecht recherchiert...

(23. 12. 2009 12:10)ChrisM schrieb: [ -> ]Tatsächlich geht es doch beim Ausbau der Schönbuchbahn auch nicht um eine Beschleunigung sondern um eine dringend notwendige Kapaitätssteigerung.

Sein wir mal ehrlich, die reine Kapazitätssteigerung hätte man durch Vierfachtraktion viel schneller, einfacher und billiger erreicht. Geht auf der Tälesbahn ja auch. Man müsste für die Schönbuchbahn zwei zusätzliche RegioShuttles anschaffen und die Bahnsteige verlängern, das wäre bei überschaubarem Kostenrahmen notfalls sogar bis zum nächsten Fahrplanwechsel machbar. Das selbe hat man ja vor ein paar Jahren schonmal gemacht, als man von Doppel- auf Dreifachtraktion gegangen ist.

Es ist mir durchaus klar, dass eine Vierfachtraktion einzeln angetriebener Regioshuttles sicherlich nicht das optimale, wirtschaftliche Gerät ist. Wenn ich mir dann aber anschaue, wie selten jetzt schon Dreifachtraktion gefahren wird, wäre der Einsatz einer solchen Vierfachtraktion wohl eh nur auf zwei Zugpaare morgens und zwei nachmittags beschränkt.

Elektrifizierung und Taktverdichtung sind daher wohl auch der zusätzlichen Attraktivitätssteigerung geschuldet.
Auf der Schönbuchbahn ist ja zur Zeit (31.07. bis 15.08.) Schienenersatzverkehr. Es kommen Pflieger Gelenk-Citaros und WEG Gelenk-Neoplans zum Einsatz.

Von der Haltestelle Heusteigstraße wurde stadtauswärts das Gleis auf eine Länge von ca. 200m komplett incl Unterbau neu gemacht, sie waren damit gestern auch schon weitestgehend fertig. Die vollständige Auflistung der durchzuführenden Arbeiten findet sich in diesem Link
Zusätzlich finden in Böblingen, Bahnübergang Maurener Weg, Verlegungsarbeiten einer Fernwärmeleitung statt. Die neue Fernwärmeleitung verläuft unter der Bahntrasse hindurch. Diese Arbeiten wurden vorgezogen, um eine erneute, spätere Streckenunterbrechung zu vermeiden.
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